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Flingern
Ein Stadt-Natur-Park für Grafental

Flingern. Auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern gibt es Abenteuer für die Kleinen auf dem Container-Spielplatz und Action für alle Sportler, die schon immer mal Parcouring ausprobieren wollten. Von Stefanie Thrun

Die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Grafentaler Springmäuse sind aufgeregt. Sie haben heute eine große Aufgabe vor sich: Einmal alle Spielgeräte testen, die im neuen Stadt-Natur-Park entlang der Schlüterstraße aufgebaut wurden. Vor allem der "Container-Spielplatz" gefällt den Springmäusen - weil alte Container umgebaut wurden, durch die die Kinder kraxeln und rutschen können. In einem anderen Container ist ein Sandspielplatz zu finden, dazwischen schaukeln Hängematten. Zufall ist es nicht, dass Container eine wichtige Rolle spielen im Stadt-Natur-Park: Sie sollen einen Bogen in die Vergangenheit schlagen, denn früher wurden genau dort, wo es jetzt einen Park gibt, voll bepackte Container auf Güterzüge verladen.

Auf 22.000 Quadratmetern ist in den vergangenen Monaten eine Grünanlage entstanden, die jetzt der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Mit insgesamt vier Spiel- und Sportbereichen und einer Vielzahl von Sitzgelegenheiten soll der Park Spaß und Entspannung für jedes Alter bieten. Besonders dabei ist vor allem die Bebauung mit viel Bezug auf die Geschichte des Ortes. Außerdem wurden Pflanzen, die dort über viele Jahre gewachsen sind, kreativ eingebunden. So bildet ein Steinerner Weg, der als Promenade schnurgerade durch die gesamte Anlage führt, eine gedankliche Verbindung zu den Gleisen aus Zeiten des Güterbahnhofes, und ein kleiner Birkenhain, der über die Jahre entstanden ist, wurde sogar zum Teil in den Spielplatz integriert. Ein Holzsteg führt zwischen den Birken hindurch und wird nun, gemeinsam mit Spielhütten, über die Jahre hinweg immer mehr Teil des kleinen Wäldchens werden.

Action finden aber nicht nur die Grafentaler Springmäuse im Stadt-Natur-Park: Südlich der Neumannstraße ist ein Parcouring-Bereich eingerichtet worden. Wände, Mauervorsprünge und Stangen stehen für Anfänger und Profis bereit. In einem weiteren Bereich entlang der Gleispromenade finden sich mehrere Fitnessgeräte.

Gründerzernentin der Landeshauptstadt, Helga Stulgies, ist mehr als zufrieden mit der Anlage. Vor allem der Mix aus Sport, Spaß und Naturverbundenheit gefällt ihr: "Gleichzeitig werden die umliegenden Wohnquartiere miteinander verbunden." Die Kosten von 1,5 Millionen Euro übernahmen die Grafental GmbH und die Metro AG. Die Firma Catella beteiligte sich außerdem maßgeblich an der Erstellung der Spielflächen.

"Die Landeshauptstadt stellte dafür das Grundstück zur Verfügung", so Stulgies. Nach Plänen für eine mögliche Bebauung und langjährigen Diskussionen konnte 2012 die endgültige Planung der Grünanlage in Angriff genommen werden. Das städtische Gartenamt veranstaltete zu diesem Zweck einen Wettbewerb, den das Büro "Förder Landschaftsarchitekten" aus Essen gewann.

Wie wichtig der Park für den Stadtteil ist, hat sich schon in den letzten Tagen gezeigt. Bereits am Donnerstag, als die Zäune abgebaut wurden, kamen die ersten Besucher im Park. Viel Zulauf bekommt die Anlage natürlich auch durch das neue Wohnquartier Living Circle direkt nebenan.

Quelle: RP
 
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