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Flingern
Investor für Luisenkrankenhaus gefunden

Flingern. Es war eine zähe Suche, doch nun soll es einen Investor für das Luisenkrankenhaus geben, das mit seinen 42 Betten zwar zu den kleinen Kliniken der Stadt gehört, mit seinem Brustzentrum und dessen Direktor Mahdi Rezai aber eine weit über Düsseldorf hinaus bekannte und gefragte Adresse ist. Das 1997 gegründete Haus, das erst vor gut zwei Jahren von der Deger- an die Hans-Günther-Sohl-Straße umgezogen war, hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Vor wenigen Tagen hat das Amtsgericht wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet (Az. 502 IN198/15).

Der Klinikbetrieb laufe seit vergangenem Herbst aber "ohne Probleme", sagte der Sanierungsberater des Krankenhauses, die Rechts- und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp, auf RP-Anfrage. Und das soll auch weiter so bleiben. Die Suche nach einem Investor habe sich wegen der schwierigen Marktlage zwar nicht einfach gestaltet. Doch nun habe man einen Kapitalanleger gefunden, der das Luisenkrankenhaus "nachhaltig sichern und voranbringen" wolle, so der Sanierungsberater, der auf die Eigenverwaltung spezialisiert ist. Der Investor wolle nicht nur die Schwerpunktbereiche der Klinik (unter anderem Brust, Anästhesiologie, Kopf- und Halschirurgie, Urologie) fortführen und die Arbeit vor Ort ankurbeln, sondern auch den Namen des kleinen, aber bekannten Hauses erhalten.

Der Geschäftsführer des Krankenhauses, Johannes Güsgen, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

(semi/wber)
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