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Flingern
Kennenlern-Kunst auf dem Hermannplatz

Flingern. Kinder von gleich sechs Schulen aus der Nachbarschaft in Flingern haben sich gestern gemeinsam künstlerisch betätigt.

Christian hat aus jeder Menge Müll das Meer kreiert. "Das Meer ist doch voller Müll, oder nicht?", fragt der Zehnjährige rhetorisch. Das aus Abfall gefertigte Bild der ein Jahr jüngeren Jade ist da optimistischer: Ein Raumschiff ist auf dem Weg zu Sonne. Etwas verständnislos reagiert Emilia (10) auf die Frage, was denn ihr Werk aus alten Milchtüten darstellen soll: "Das sieht man doch, das ist ein Schloss, Türme, Türen, alles da, was dazugehört." Da hat sie natürlich recht.

Die drei Schüler der "Müllgruppe" zählten gestern zu insgesamt rund 60 Viert- und Fünftklässlern von insgesamt sechs Schulen, die an einem inklusiven Kunstprojekt auf dem Hermannplatz mitwirkten, das nach der Premiere nicht das letzte Mal stattgefunden haben soll. "Das inklusive Sportfest in Flingern findet jetzt im September zum sechsten Mal statt, vielleicht schaffen wir das mit ,Kunst inklusiv' ja auch", so Silke Winkelstätter, Lehrerin an der Grundschule Flurstraße.

Neben dieser Schule schickten gestern auch die Grundschulen Linden- und Brehmstraße, die Gesamtschule an der Lindenstraße, aber eben auch die Förderschulen Rudolf Hildebrand (Sprache) und Martin Luther King (emotionale und soziale Entwicklung) Abordnungen von jeweils zehn Schülern. In gemischten Gruppen wurden ganz unterschiedliche Kunstprojekte verwirklicht, die im Anschluss alle im "Ausstellungskäfig", sonst der Bolzplatz, ausgestellt wurden. "Alle Schulen liegen mehr oder weniger in der Nachbarschaft, doch bis zum heutigen Tag kannten sich die Kinder größtenteils gar nicht. Das ist jetzt anders", erklärt Initiator Bernd Kowol das Ziel der Aktion.

(arc)
 
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