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Flingern
Mit dem Bus zum Kunstwerk

Flingern. Mahn- und Gedenkstätte lädt zur Exkursion auf den Spuren Leo Fleischhackers ein.

Düsseldorf war einer der wichtigen Schaffensorte des Bildhauers Leopold Fleischhacker. Hier lebte er, hier wurde er als Künstler ausgebildet, hier befand sich auf der Degerstraße in Flingern sein Atelier und zugleich lassen sich hier auch noch Spuren seines Wirkens im Stadtbild wohl am besten feststellen. Ergänzend zur virtuellen Ausstellung "Verlorene Kunst zurück. Das virtuelle Leopold Fleischhacker Museum" in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, soll diesen Spuren nun auf einer zweieinhalbstündigen Busexkursion unter sachkundiger Leitung nachgegangen werden.

So führt die Fahrt unter anderem zum AOK-Gebäude an der Kasernenstraße mit einer der wenigen erhaltenen Bauskulpturen Fleischhackers. Über die Degerstraße geht es weiter bis zum jüdischen Friedhof an der Ulmenstraße. Für die hier Bestatteten fertigte Fleischhacker eine Reihe künstlerisch hochwertiger Grabsteine an, nachdem er von den Nationalsozialisten als Künstler quasi mit einem Berufsverbot belegt worden war. Im Künstlerverein "Malkasten" war Fleischhacker bis 1931 Mitglied.

1938 wurde sein Atelier in der Reichspogromnacht zerstört, er flüchtete mit seiner Frau Lotte zunächst nach Köln. Beide emigrierten dann nach Belgien, wo sie sich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verborgen hielten. Fleischhacker starb am 11. September 1946 in Belgien. Die Exkursion der Mahn- und Gedenkstätte in Kooperation mit der Rheinbahn findet am Sonntag, 10. Januar, um 14 Uhr statt. Startpunkt ist die Fritz-Roeber-Straße. Da die Teilnehmerzahl auf 40 Personen begrenzt ist, wird um Anmeldung bis zum 7. Januar gebeten unter 0211 8996205 oder nicole.merten@duesseldorf.de. Die Fahrt kostet sieben Euro.

(tt)
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