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Situation in Düsseldorf-Flingern
Parken geht hier nur illegal

Parksituation in Düsseldorf-Flingern: Parken geht hier nur illegal
Viele Bewohner in Flingern sind, wie hier an der Wetterstraße, jeden Tag aufs Neue gezwungen, illegal zu parken. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Flingern. Zum ersten Mal ist die Parksituation in Flingern untersucht worden: Es gibt nicht zu wenig Abstellplätze, sondern viel, viel, viel zu wenige. Von Torsten Thissen

Es gibt diesen Witz unter Astronomen: Wenn das Universum wirklich expandiert, warum finde ich dann keinen Parkplatz? In Flingern können die Menschen schon lange nicht darüber lachen. Es ist beinahe egal, zu welcher Tageszeit man in den dicht besiedelten Gebieten des Stadtteils sucht: einen legalen Parkplatz findet man dort nie. Viele Flingeraner stehen deshalb regelmäßig illegal und hoffen darauf, das sie nicht erwischt werden.

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Eine Parkraumanalyse, die nun in der BV 2 vorgestellt wurde, zeigt auf, dass die Bewohner des Stadtteils eigentlich keine andere Wahl haben. Zu diesem Fazit kommt jedenfalls Michael Vieten, von der Ingenieurgesellschaft Stolz. Die hat an zwei Tagen im August des vergangenen Jahres, darunter ein Samstag, den Parkraum in zwei Bereichen Flingerns untersucht (Beschreibung siehe Info-Kasten rechts.) Das Ergebnis: Es gibt keine freien Parkplätze, nirgends. Von 1309 theoretisch im öffentlichen Straßenraum vorhandenen Plätzen im Bereich Flingern I waren im untersuchten Zeitraum von 6 bis 22 Uhr nahezu alle immer belegt.

Lediglich in bestimmten Bereichen an der Grafenberger Allee waren im untersuchten Zeitraum Plätze frei. In zahlreichen Gegenden zählten die Untersucher eine Belegung, die höher als 100 Prozent war. Hier standen also immer Autos illegal. Besonders schlimm ist die Situation etwa an der Wetterstraße, wo die Auslastung über den Tag hinweg 175 Prozent betrug. "An 20 Uhr hat man im gesamten untersuchten Gebiet eigentlich keine Chance, einen legalen Parkplatz zu finden", sagte Vieten. Gemessen wurde auch, wie lang die Autos parken: Viele der Wagen stehen 16 Stunden und länger. Vieten schließt daraus, dass es sich beinahe "ausschließlich um Anwohner handelt, die hier parken." Der Ingenieur hält das Mittel der Parkraumbewirtschaftung deshalb auch für "nicht geeignet", um der Not Herr zu werden.

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Auch im Bereich Flingern II, weiter südlich, ist die Situation nicht besser. Hier standen 1333 Stellplätze im öffentlichen Raum zur Verfügung. Nahezu durchgängig war der Parkraum sowohl werktags als auch am Wochenende zu 90 Prozent ausgelastet. "Wir sprechen in diesem Fall von belegt", sagte Vieten. Die Spitze bildet hier ein Abschnitt der Wetterstraße, dessen Belegung um 21 Uhr mit 225 Prozent angeben ist. Hier parken also mehr Menschen ihr Auto illegal als legal. Nur ein Mobilitätsmanagement und die Förderung alternativer Verkehrskonzepte könnten hier noch helfen, so Vieten.

Quelle: RP
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