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Flingern
Spielgeräte im Grafental-Park werden überarbeitet

Flingern. Dass bei individuellen Spielgeräte-Anfertigungen schon mal nachgebessert werden muss, sei nicht ungewöhnlich, sagt eine Sprecherin vom TÜV Süd, "weil Kinder auf Ideen kommen, die Erwachsene nicht bedenken". So ist es auch im Stadt-Natur-Park in Grafental gewesen, wo jetzt der Rutschenturm gesperrt werden musste, auf den immer wieder Jugendliche geklettert sind. Um an den ehemaligen Güterbahnhof zu erinnern, der auf dem Gelände früher beheimatet war, sind Rutschen und Schaukeln in nachgebaute Container integriert worden.

Die Schaukel allerdings ist noch vor der Eröffnung des Parks ausgebaut worden, weil sich ein Kind an der Dachkonstruktion den Kopf gestoßen hatte. Jetzt muss die Rutsche so umgerüstet werden, dass die Jugendlichen nicht mehr auf das Dach in sechs Meter Höhe klettern können. Wichtig ist für den TÜV Süd, dass sämtliche tödliche Gefahren auf einem Spielplatz ausgeschlossen werden, "gewisse Risiken aber gehören dazu", sagt die Sprecherin.

Das bestätigt Thomas Hechtle-Wacker, Sachgebietsleiter Planung beim städtischen Gartenamt. "Leichte Verletzungen werden in Kauf genommen, die gehören zum Lernprozess dazu." Hechtle-Wacker hatte am Mittwoch vom TÜV Rheinland nach einer Anfrage den Hinweis bekommen, dass die Schaukel und der Rutschenturm nicht normgerecht seien. "Wir haben schon einige Seminare mit dem TÜV Rheinland gehabt", sagt er, der Draht sei kurz gewesen, als er von den Vorfällen auf dem Spielplatz gehört hatte.

Der TÜV Nord dagegen ist nicht angefragt worden, wie eine Sprecherin aus dem Unternehmen bestätigt. Im Augenblick überarbeitet der Spielgerätehersteller die Anlagen, sobald es eine neue Version gibt, wird die Stadt sie dem TÜV zur Prüfung vorlegen.

(nika)
 
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