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Flingern
Trödeln und schlemmen in Flingern

Flingern. In Flingern wurde zum 38. Mal das internationale Straßenfest gefeiert.

Seit er sich erinnern kann, geht Marc Götzinger auf das Internationale Straßenfest in Flingern. Die Mutter des 38-Jährigen war schließlich eine der ersten, die einen Trödelstand auf dem Straßenfest hatte. Den betreibt sie immer noch Jahr für Jahr mit Leidenschaft. Im Großen und Ganzen habe sich im Laufe der Jahre aber nicht viel verändert, findet Götzinger. Allerdings gebe es schon mehr Stände als vor 30 Jahren. Außerdem wären es früher mehr Trödel und weniger Imbissstände gewesen. Eines ist dem Flingeraner ganz besonders im Gedächtnis geblieben. Da wo jetzt der katholische Kindergarten St. Hildegard ist, gab es früher ein Kloster: "Die Nonnen liefen damals rum und verkauften Lose. Die Gewinne wurden von den Kindern im Kindergarten gebastelt."

Zusätzlich gab es auch vom Bürgerverein eine Tombola, erzählt Götzinger. "Hier an einem kleinen Seitenfenster an der Bruchstraße gab es die Gewinnausgabe" kann er sich erinnern. "Da war immer richtig viel los." Die Abschaffung der Tombola kann Manfred Bach von der Bürgerinitiative Flingern erklären. "Das ist leider einfach eine Kostenfrage. Man muss ja Gewinne haben und dafür fehlen uns die Sponsoren."

Auch wenn der 38-Jährige aus dem Alter raus ist, vermisst er die Hüpfburg, die früher an der Schule stand. Damals habe es auch mehrere kleine Bühnen gegeben statt nur einer Hauptbühne. Ein Lob hat er für das Bühnenprogramm. "Das war früher deutlich schlechter."

In einem Punkt sind sich langjährige Besucher einig. Es gibt sichtlich weniger Stände als vor einigen Jahren. Das liegt laut Daniel Rübenkönig, dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative Flingern, unter anderem daran, dass die Auflage der Stadt die Organisatoren zwinge, die Stände zu reduzieren, um Platz für Fluchtwege zu schaffen.

(nes)
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