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Kommentar
Autos mehr benachteiligen

Meinung Wer eine Gefahr für die Friedrichstraße sehen möchte, dem sei eine Fahrt mit der U-Bahn zu den Stationen "Kettwiger Straße" oder "Ellerstraße" empfohlen. Wer dort aus dem Untergrund kommt, sieht, dass ein U-Bahnhof für die umliegenden Straßen keine Vorteile mit sich bringt.

Nahverkehrsnutzer sind kein Laufpublikum. Folglich sind die Befürchtungen berechtigt, dass das Verschwinden der oberirdischen Haltestellen "Kirchplatz" und "Graf-Adolf-Platz" der Friedrichstraße schaden wird.

Wer noch eine Gefahr für die Friedrichstraße sehen möchte, der muss nur die nächste große Parallelstraße aufsuchen. Die Corneliusstraße ist von Leerständen und wenig attraktiven Geschäften geprägt, weil dort auf vier Fahrspuren die Autos unablässig vorbeirollen.

Aus den beiden Gefahren folgt eine echte Chance für die Friedrichstraße - wenn Autos mehr benachteiligt werden. Der Umbau muss dazu führen, dass die Bürgersteige möglichst breit werden und Fahrradfahrer ihre Spur möglichst risikoarm und deshalb gerne nutzen. Dann flanieren die Menschen wieder gerne dort, und eine gute Mischung der Läden wird ziemlich zügig folgen.

christian.herrendorf@ rheinische-post.de

Quelle: RP
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