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Garath
Akrobatik, Tanz und Musik zum Abschluss der Düsselferien

Garath. Bühne frei für Kinder, hieß es am Wochenende in der Freizeitstätte Garath. Auf der großen Leinwand im Hintergrund zogen Bilder einer unbeschwerten prallen Ferien-Erlebnis-Woche vorüber: Isaac, Elisa, Emily, Anjali und andere beim Grimassenschneiden, Spaghetti-Essen, Spielen und Malen. "Konzentration und Anstrengung war das Motto der Woche", scherzte Percussion-Künstler Moussa Diallo, lachend. Von Beate Gostincar-Walter

Gemeinsam mit Sängerin Kati Ford und Tanzlehrerin Andrea Bodor inspirierte er die Garather "Rasselbande" zu Tanz, Gesang und Musik. Der abschließenden Aufführung fiebern die Kinder freudig und aufgeregt entgegen. Großeltern, Eltern und Geschwister - vom Baby bis zum Teenager - sind gekommen.

Im großen Arenasaal stehen vier große Quadrate den Zuschauerreihen gegenüber. Sie tragen die Titel Nord, Süd, Ost und West. Dahinter lassen ein halbrunder Stuhlkreis und afrikanische Trommeln ahnen, was bald passieren wird. Mit Hip-Hop-Klängen startet die Performance. Die Kinder springen hinter den Quadraten hervor und überbieten sich in akrobatischen Tanzelementen: Radschläger, Handstand, Brücke, Breakdance und strahlende Akteure.

Dann geht's an die Trommeln, Diembée genannt. Moussas Hände wirbeln schwindelerregend den Rhythmus: Die Kinder finden ihren Begleittakt bemerkenswert gut und sie halten durch. Zum Abschluss singen sie die selbst erdachte Garath-Hymne. "Im Kintop kann man Instrumente lernen, in der Kirche seine Ruhe finden. Das ist mein Garath", klingt es mit jeder Strophe selbstbewusster durch den Saal.

"Das Kulturangebot war ein Versuchsballon und es war gut, dass wir beim ersten Mal eine überschaubare Gruppe hatten", erklärt Maren Siegel, Leiterin der Freizeitstätte. Dreißig Kinder konnten teilnehmen, zwölf Anmeldungen gab es. Die Fördermittel für diese kreative Woche kamen von der Kommune - vom Projekt Düsselferien - und vom "Kulturrucksack" des Landes Nordrhein Westfalen. Letzteres gab den Schwerpunkt und die Altersgruppe von zehn bis 14 Jahren vor. "Wir wollten die Kinder an den kreativen Bereich heranführen", erklärt Siegel. Gabi Leuthäuser ist begeistert: "Das ist ein tolles, geniales Konzept. Julius hat es viel Spaß gemacht und ich wusste, er ist von neun bis 17 Uhr gut aufgehoben." Ansonsten hätte ihr Sohn (zu) viel Zeit vor dem PC verbracht. Julius grinst und führt einen Sixstep vor. Er will jetzt an dem Breakdance Kursus in der Freizeitstätte teilnehmen. Der neunjährigen Elisa hat die Woche auch gefallen: "Ich tanze gerne und mache gerne Radschläger. Wir haben in den Pausen gespielt und es gab Mittagessen und immer Obst", erzählt sie von ihren Erlebnissen. Meryem schaut etwas geknickt, weil sie gerne noch mehr getanzt hätte. Und Uli Honekamp, der Großvater von Paulina, sagt: "Es ist schön, das so etwas gemacht wird, ich würde eine Wiederholung sehr begrüßen."

"Jetzt gibt es Mund-zu-Mund-Propaganda, und wir werden das auf jeden Fall wiederholen", ist sich Maren Siegel sicher. Ringsherum herrscht immer noch Kindergeschnatter. Sie können sich schwer trennen - voneinander und von ihrer Düsselferienwoche.

Quelle: RP
 
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