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Garath
Beliebt: der Markt in Garath Süd-West

Garath: Beliebt: der Markt in Garath Süd-West
Kundin Anja Becker (l.) geht jeden Donnerstag zum kleinen Garather Markt und kauft unter anderem Brot bei Anke Suppan. Zeit für einen kleinen Plausch gibt es dabei immer. FOTO: Günter von Ameln
Garath. Wenn Probleme auftreten, wird die BIG aktiv, um sie aus dem Weg zu räumen. Gestern einigte sich die BIG mit den Marktbeschickern auf gemeinsame Öffnungszeiten. Kunden wünschen sich einen Gemüsestand. Von Birgit Wanninger

Den Donnerstag hat Anja Becker inzwischen fest für ihre Einkäufe auf dem kleinen Markt in Garath Süd-West eingeplant. Zum einen gehe sie gern auf dem Markt einkaufen und einen kleinen Plausch halten, sagt die Garatherin, zum anderen sei sie froh, dass nach der Schließung von Edeka vor einem Jahr jetzt die Grundversorgung wieder gesichert sei. Doch ihres Erachtens könnte es noch ein bisschen mehr sein: "Ein Gemüsehändler wäre toll", sagt sie, während sie das Brot bei Anke Suppan bestellt.

Seit Februar kommt der Bäcker Backhaus aus Moers jeden Donnerstag ins Garather Nebenzentrum. Und seit März ist auch Metzger Holger Jöhren aus Duisburg mit von der Partie. Darüber freuen sich nicht nur die Kunden, sondern es freut sich auch Max Staufenberg. Der Fischhändler, der seit rund fünf Jahren donnerstags in Garath Süd-West steht, verkauft mehr Fisch, seit Bäcker und Metzger dort ihren Wagen stehen haben. "Es kommen einfach mehr Kunden", sagt er.

Doch die mussten jetzt zittern, denn schnell machte das Gerücht die Runde, der Bäcker wolle wieder gehen. "Stimmt nicht", sagt Inhaber Reinhard Backhus, "wir haben nur über die mangelnde Stromleitung geklagt." - "Denn wenn es hier nachmittags über 30 Grad wird, schmelzen mir die Teilchen weg", sagt Verkäuferin Anke Suppan.

Kaum hatte Fred Puck von den Problemen gehört, wurde er auch schon aktiv. Schließlich hat der Vorsitzende der Bürger- und Interessengemeinschaft Garath (BIG) dafür gesorgt, dass Metzger und Bäcker nach Süd-West gekommen sind.

Mit zahlreichen Mitstreitern hat er sich darum bemüht, das Einkaufszentrum weiter am Leben zu halten. So traf er sich mit den Vorstandsmitgliedern Dieter Lenz und Jürgen Meier sowie SPD-Ratsherr Jürgen Bohrmann gestern zum Ortstermin.

Bohrmann, Mitarbeiter bei den Stadtwerken, konnte das Stromproblem schnell aus dem Weg räumen - mit einem Provisorium. Er schlug vor, einen Baustrom-Verteiler aufzustellen. Dafür müsse allerdings die zuständige Bezirksvertretung 10 die Genehmigung erteilen. Das könne seines Erachtens schon in der nächsten Sitzung am 28. Juni passieren, zeigte er sich zuversichtlich und betonte: "Wir sind doch alle froh, dass Sie jetzt da sind."

Und während in Benrath seit fast zwei Jahren unter anderem über die Öffnungszeiten des Benrather Marktes diskutiert wird, einigten sich die Händler in Garath gestern mit der BIG und Ratsherr Bohrmann innerhalb von fünf Minuten: Es gibt jetzt donnerstags eine feste Kernzeit von 10 bis 14 Uhr für alle drei Marktbeschicker.

Der Bäcker will auch noch am Nachmittag bleiben, und zwar bis 17 Uhr. "Oder Sie fahren nach Garath Nord-West", schlug Fred Puck vor. Denn im dortigen Nebenzentrum gebe es dringenden Handlungsbedarf. Zumindest wollen die Händler darüber nachdenken, ob sie eventuell an einem anderen Wochentag auch in diesem Nebenzentrum ihre Waren anbieten. Das soll aber erst nach den Sommerferien in Angriff genommen werden.

Quelle: RP
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