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Garath/Hellerhof
Birgit Otto ist die neue Garather Pfarrerin

Garath/Hellerhof. Vom Westerwald wechselt die Wuppertalerin ins Rheinland. Sie wird als Pfarrerin am Sonntag von Superintendentin Henrike Tetz mit einem Festgottesdienst in ihr Amt für Garath-Süd und Hellerhof eingeführt. Von Simona Meier

Eine Fahrt nach Israel mit der Kirchengemeinde faszinierte die junge Birgit Otto. Die gebürtige Wuppertalerin lebte damals in Gruiten und hatte nach einem halben Jahr ihre Gärtnerlehre dort abgebrochen. "Damals jobbte ich, verpackte Nägel und leitete einen Taschenbuchkeller", sagt sie. Nach einem Jahr mit verschiedenen Jobs schrieb sie sich nach ihrer Reise zunächst als Gasthörerin für Theologie in Wuppertal ein. Sie hat Respekt vor Latein, Alt-Griechisch und Hebräisch. "Lieber Gott, hilf mir bei den Prüfungen", wird sie später denken, als sie sich schon für ihren Weg entschieden hat. Sie bestand dann auf Anhieb alle notwendigen Prüfungen und stellt fest: "Gottvertrauen ist wichtig." Ihr Studium absolvierte sie in Wuppertal, Basel und Heidelberg.

Am 1. Mai wechselte die 54-jährige von Dierdorf im Westerwald, wo sie eine Einzelpfarrstelle hatte, nach Garath. "Jetzt freue ich mich auf die Stadt und mir liegt die rheinische Mentalität", sagt sie. In Garath wird die neue Pfarrerin bereits erwartet, nachdem Gernot Sommer vor einem Jahr die Gemeinde verlassen hatte. "Es ist jetzt Zeit für Kontinuität", stellt Birgit Otto fest, die sich auf ihre neue Aufgabe in einem größeren Team freut. Die ledige Pfarrerin liebt das Cabriofahren und die Musik. Sie spielt selbst Gitarre und Flöte: "In einer Samba-Truppe habe ich auch schon Surdo gespielt, das ist die große Bass-Trommel", sagt sie. Ihr Interesse gilt der Kirchenmusik, die sie auch in Garath gerne in ihre Gottesdienste einbeziehen möchte.

"Für die Seelsorge braucht man Zeit, die kommt heute manchmal etwas zu kurz", stellt die neue Pfarrerin fest, die auch versucht, selbst einen freien Tag in der Woche zu haben. Dann besucht sie gerne Opern und Konzerte. Dass dies nun leichter möglich sei, gefällt ihr an der neuen Stelle mit Stadtnähe. "Ich werde sicher an Bewährtem festhalten und Neues behutsam einführen", sagt sie. Ihr Augenmerk gilt dabei den vielen Ehrenamtlichen, die sich engagieren, und sie möchte Kinder und junge Menschen frühzeitig an die Kirche heranführen.

Möglich könne das auch mit Familienfreizeiten sein. Erfahrungen damit sammelte Birgit Otto bereits in einer ihrer früheren Gemeinden bei gemeinsamen Reisen nach Spiekeroog. "Auch gemeinsame Fahrten zum Kirchentag finde ich wichtig", sagt sie.

Ihr Vikariat absolvierte Birgit Otto in Windesheim-Guldental. "Eine Weißwein-Gegend. Später wechselte ich für zwölf Jahre nach Bad-Neuenahr-Ahrweiler und damit ins Rotweingebiet", sagt sie. Auf ihre Amtseinführung am Pfingstsonntag freut sie sich. Es sei gut, wenn der heilige Geist dabei sei. "Auch im Glauben gibt es ein Auf und Ab", sagt sie, das bewege viele Menschen.

Quelle: RP
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