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Garath
Buchholzer Busch sorgt weiter für Ärger

Garath: Buchholzer Busch sorgt weiter für Ärger
Die Befürchtungen der Anwohner, dass für das Bauprojekt bis zu 200 Bäume gefällt werden müssen, bestätigte sich nicht. Stattdessen müssten bei einer Bebauung nur einige wenige Bäume gerodet werden. FOTO: olaf staschik
Garath. Die Debatte um eine mögliche Bebauung am Buchholzer Busch ist noch nicht vorbei. Mitglieder der Bezirksvertretung 10 bemängeln fehlende Auskünfte und fordern eine Mitwirkung der Anwohner an den Planungen. Von Maximilian Krone

Anwohner am Buchholzer Busch dürften jüngst aufgeatmet haben. Die Pläne für eine größer flächige Bebauung an dieser Stelle als ursprünglich geplant, wurden verworfen. Zwischen der Bezirksvertretung (BV) und den zuständigen Stellen in Verwaltung und im Rat knirscht es dennoch weiter. Grund sei das intransparente Vorgehen von Verwaltung und Stadtrat. Knackpunkt ist die Beteiligung der Bürger am Bauprojekt. Eine Antwort blieben der Rat und der zuständige Fachausschuss bislang schuldig. Die SPD-Fraktion in der Garather BV wartet immer noch darauf.

Seit dem Jahr 2013 wird nun schon über eine mögliche Bebauung eines Teilstücks des Garather Forstes am Buchholzer Busch diskutiert. Die ursprüngliche Planung, dort elf Reihenhäuser zu bauen, wurde von der BV 10 mit dem Verweis auf zu viele Geschosse, mangelnde Parkplätze und ein unzureichendes Konzept des Investors abgelehnt. Dann passierte lange wenig. Erst im April 2015 kam das Thema erneut auf die Agenda der Stadtteilpolitik. Neben der 2013 veranschlagten Stelle, sollte nun offenbar ein weiteres Stück des Forstes in Bauland umgewandelt werden, was zu Protesten bei den Anwohnern führte. Dieses Vorhaben wurde vom zuständigen Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt geprüft. Inzwischen steht fest: Auf der zweiten Fläche wird nicht gebaut.

Der Zwist zwischen Bezirksvertretung, Stadtrat und Fachausschuss geht aber weiter. In einem Antrag forderte die SPD-Fraktion in der BV 10 nun Auskunft über den aktuellen Stand der Dinge. "Wir haben eine Rückmeldung von der Stadtverwaltung erhalten. Diese sieht Änderungen im Bebauungsplan für nicht nötig", sagt Bezirksbürgermeister Uwe Sievers (SPD). "Von der Verwaltung wollten wir allerdings gar keine Auskunft erhalten. Viel mehr geht es um eine Stellungnahme des Stadtrats, beziehungsweise des zuständigen Fachausschusses. Darauf warten wir immer noch. Wir wollen uns in der BV nicht hintergangen fühlen", so Sievers weiter.

Kern des Antrags, dem sich auch andere Fraktionen in der Bezirksvertretung angeschlossen haben, ist die Klärung der Frage, ob es Bauinteressenten gibt, und ob im verwaltungsinternen Planungsprozess die Anlieger angehört und beteiligt werden. Dieser Punkt ist für Uwe Sievers besonders wichtig. "Sollte dort gebaut werden, müssen die Nachbarn in jedem Fall frühzeitig in die Planungen mit einbezogen werden", fordert er.

Auch bei der heutigen Sitzung der BV ab 17 Uhr in der Freizeitstätte in Garath wird über das Thema wieder debattiert. Die Ausgangslage hat sich seit 2013 indes wenig verändert. Der ursprüngliche Bebauungsantrag ist noch immer der aktuelle Sachstand, heißt es seitens der Verwaltung. Intern werde aber eine hochwertigere Bebauung angestrebt, als die, die der Investor im Jahr 2013 umsetzen wollte. Für die Gespräche mit möglichen Geldgebern ist die Fachverwaltung zuständig. Voraussetzung für eine Bebauung ist, dass an anderer Stelle eine dreifache Ersatzaufforstung stattfindet.

Quelle: RP
 
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