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Garath
Die Bürgerwiese soll schöner werden

Garath. Vor der finalen Planungsphase für die Neugestaltung der Bürgerwiese konnten sich die Bürger noch mal mit ihren Wünschen und Ideen einbringen. Den Plänen des Gartenamts stehen sie positiv gegenüber, fordern aber weniger Lärm. Von Maximilian Krone

In den Augen der Anwohner tat sich lange Zeit nichts in Sachen Bürgerwiese an der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße, nun aber kommt Bewegung in die Sache, und die Bürger dürfen sich in absehbarer Zeit auf eine neu gestaltete Naherholungsfläche freuen. Die Bezirksverwaltung hatte jetzt gemeinsam mit dem Gartenamt zur letzten Veranstaltung geladen, bei der die Bürger ihre Wünsche, Ideen und Anregungen in den Planungsprozess mit einfließen lassen konnten.

Ein Jahr lang hatte sich ein von der Stadt beauftragtes Planungsbüro mit der Bürgerwiese beschäftigt und hat dabei zwei Varianten für die Neugestaltung erarbeitet. Diese stellte es nun in der Freizeitstätte vor.

Die erste Variante legt den Schwerpunkt auf den Freizeitbereich. Demnach sollen dort Flächen fürs Boulespiel, Tischtennis-Platten, Picknick-Tische sowie neue Parkbänke und Liegen aufgestellt werden. Die große Freifläche im nördlichen Bereich soll als Spielwiese erhalten bleiben.

Unter dem Stichwort "Grüne Oase" präsentierte das Planungsbüro die zweite Variante der Park-Neugestaltung. Dort liegt der Schwerpunkt auf der Vegetation. Die Bürgerwiese besitzt einen gut erhaltenen Alt-Baumbestand, unter anderem mit einigen Trauerweiden. Diese sollen weiterhin zur Geltung kommen. Des Weiteren sieht diese Variante Freizeitmöglichkeiten im Zusammenspiel mit Gehölz und Bäumen vor. Ein Beispiel: Befestigungen für Slacklines - ein Schlaffseil, auf dem balanciert wird. Balancierbalken mitten im Grünen vervollständigen das Angebot.

Die anwesenden Bürger sprachen sich bei der Veranstaltung mehrheitlich für die erste Variante aus. Das Konzept, die Bürger aktiv in den abschließenden Planungsprozess mit einzubinden, ging dabei voll auf. Die Anwesenden lobten die Entwürfe, es gab aber auch Kritik und wie von Bezirksverwaltung und Gartenamt gewünscht, reichlich Anregung.

Kritisiert wurde vor allem, dass es in der Vergangenheit immer wieder zu starken Lärmbelästigungen gekommen sei. Als Grund nannten die Anwohner den übermäßigen Konsum von Alkohol von Gruppen, die sich regelmäßig auf der Bürgerwiese treffen. "Auch wenn das Ordnungsamt oder die Polizei mal ausgerückten, gemacht haben sie nichts und sind wieder weggefahren. Doch der Lärmpegel blieb", sagt eine Anwohnerin.

Um Lärm und Streit zu vermeiden, schlägt Bezirksverwaltungschef, Uwe Sandt eine Nutzungsordnung vor. "Wenn das Projekt fertig ist, werden wir das verwaltungsintern und auch in der Bezirkspolitik noch mal besprechen", sagt Uwe Sandt und ergänzt: Damit hätte der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) eine Handlungsgrundlage.

Die Bürgerwiese besteht seit rund 25 Jahren, vermüllte und verwilderte zuletzt aber immer stärker. Auf Initiative von SPD-Ratsherr Jürgen Bohrmann und Bezirksvertreter Peter Ries (Freie Wähler) begann im Sommer 2013 der erste Sanierungsprozess. Durch den Rückschnitt der Sträucher und die Müllentfernung bekam die Wiese kurzfristig eine Aufwertung, was wiederum viele Bürger auf die 100 mal 50 Meter große Anlage lockte. Wegen vermehrten Belästigungen durch Grill-Qualm und Lärm kam es von Seiten der Anwohner daraufhin vielfach zu Beschwerden.

Der nun vorgestellte Plan soll die Bürgerwiese wieder in eine attraktive Naherholungsfläche verwandeln. Die Bezirksvertretung 10 hat bereits für die Sanierung samt Planungskosten rund 100.000 Euro bewilligt.

Quelle: RP
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