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Garath
Eine Turnhalle diese Woche wieder frei

Garath. Noch diese Woche zieht ein Teil der Flüchtlinge von der Stettiner Straße in die Unterkunft an der Itterstraße. Die zweite Turnhalle bleibt noch drei Wochen belegt, aber Schulsport kann ab Montag in der Fritz-Henkel-Schule stattfinden. Von Birgit Wanninger

Bei den Schülern der Alfred-Herrhausen-Schule stand gestern im Sportunterricht Fußball auf dem Plan. In der Fritz-Henkel-Schule gab es vorgestern, als es unentwegt regnete, Theorie statt Praxis im Schulsport.

Beide Schulen teilen sich die Turnhallen an der Stettiner Straße, die momentan noch mit Flüchtlingen belegt sind. Doch ein Ende ist in Sicht. Schon ab heute beginnt der Umzug. Ein Teil der Flüchtlinge zieht von der Stettiner Straße in die Unterkunft an der Itterstraße in Holthausen, erklärt Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch. Dabei handelt es sich um die Familien, rund 50 Personen, die seit Anfang Juli in einer der beiden Turnhallen leben. Damit wird am Montag, 24. August, eine Halle wieder für den Sportunterricht frei sein.

Die zweite Sporthalle der Garather Hauptschule war eigentlich vorsorglich als Flüchtlingsunterkunft fertig gestellt worden. Nur für den Fall, dass die Bezirksregierung plötzlich weitere Flüchtlinge zuweist. Doch durch den Brand Anfang August an der Schanzenstraße gab es einen Notfall, und 70 Flüchtlinge, die in Oberkassel untergebracht waren, leben jetzt in der zweiten Turnhalle an der Stettiner Straße. Und dort werden sie nach Angaben von Miriam Koch auch noch in den nächsten zirka drei Wochen bleiben, ehe sie zurück in ihre gewohnte Umgebung an die Schanzenstraße ziehen können.

Sah es nach dem Brand in Oberkassel zunächst so aus, als würde es Monate dauern, bis das Gebäude wieder bewohnbar ist, können demnächst zumindest die ersten beiden der vier Etagen mit 39 Räumen genutzt werden. Damit wäre dann auch eine Verlegung aus der zweiten Turnhalle an der Stettiner Straße möglich, erklärt Koch.

Die beiden Rektoren gehen aus, dass ab nächster Woche der Schulsport wieder regelmäßig stattfinden kann. "Wir werden uns absprechen müssen, wie wir die eine der beiden Turnhallen, die uns zur Verfügung steht mit unseren beiden Schulen nutzen", sagt Peter Zerfaß, Rektor der Alfred-Herrhausen-Schule. Dass die Turnhallen belegt sind, hat er vom Hausmeister während der Sommerferien erfahren, und aus der Rheinischen Post, dass die Belegung über die Sommerferien hinaus möglich sei. Von offizieller Seite, also vom Schulverwaltungsamt, wurde er bis gestern nicht informiert.

Marianne Karrenbrock, Schulleiterin der Fritz-Henkel-Schule, betont, dank des schönen Wetters habe vergangene Woche der Schulsport im Freien stattgefunden. Auf dem Schulgelände selbst sei es völlig ruhig und entspannt. "Wir nehmen alle aufeinander Rücksicht", sagt sie. Peter Zerfaß hat inzwischen auch die Dependance seiner Schule an der Vennhausener Allee, die ehemalige Peter-Härtling-, seit diesem Schuljahr ebenfalls Alfred-Herrhausen-Schule, in seine Planungen mit einbezogen. Denn auch dort gibt es eine Turnhalle. Und bis die zweite Halle frei ist, soll sie für den Sportunterricht mit genutzt werden. "Die Schüler müssen dann mit dem Bus zum Schulsport fahren", sagt er.

Quelle: RP
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