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Garath
Eklat und Spielabbruch beim Garather SV

Garath. GSV Trainer Mike Küttbach beklagt, dass seine Spieler getreten, bespuckt und beleidigt worden seien, Von Maximilian Krone und Franz Korfmacher

Was sich am Sonntag beim Spiel des Garather SV gegen den GSC Hermes auf dem Platz an der CC Staße abspielte, das hat GSV-Trainer Mike Küttbach als Trainer noch nie erlebt. "Während des gesamten Spiels wurden meine Spieler getreten, bespuckt und beleidigt", sagt er. Logische Konsequenz: Das Spiel wurde beim Spielstand von 1:0 abgebrochen - allerdings erst in der 89. Minute. Der Schiedsrichter hatte zu diesem Zeitpunkt die Partie unterbrochen, weil GSV-Spieler Marco Schiavano von einem Gästespieler angespuckt wurde. Danach eskalierte die Situation.

Schiavano, der erst kürzlich einen komplizierten Handgelenkbruch erlitt, wurde von einem Gegenspieler "in Wrestlingmanier zu Boden geschleudert", wie Küttbach nach dem Spiel erklärt. Verletzt wurde dabei aber glücklicherweise niemand. Der Schiedsrichter brach die Partie schließlich ab, nachdem es zu einer Rudelbildung kam, an der auch Betreuer des GSC-Hermes beteiligt gewesen sein sollen. "Ich habe versucht, meine Spieler zu beruhigen und sie von Dummheiten abzuhalten. Wir haben anschließend in der Kabine gut zehn Minuten gewartet, bis die Gegner den Trakt verlassen hatten, damit es zu keiner weiteren Eskalation kommt", sagt der Trainer.

Er sieht in solchen Aktionen ein großes Schadenspotential für den Amateurfußball. "Das macht den gesamten Sport in diesem Bereich kaputt. Wer will sich schon ein solches Spiel ansehen. Von der Vorbildfunktion für die anwesenden Kinder, die womöglich ebenfalls Fußball spielen, ganz zu schweigen."

Vorwürfe macht Küttbach dem Trainerteam des GSC. "Hätte einer meiner Spieler so etwas getan, hätte ich ihn sofort vom Platz genommen. Das geht gar nicht", sagt Küttbach, der schon viele Spiele gesehen hat, in denen es hitzig wurde."Aber das hatte schon eine neue Dimension."

Über die Wertung des Spiels entscheidet nun die Kreisspruchkammer. "Der Schiedsrichter hat einen Sonderbericht angefertigt, der dort dann besprochen wird. Ich rechne damit, dass der Termin schon in der nächsten Woche stattfinden wird, so dass wir in 14 Tagen einen Urteilsspruch haben werden", sagt Mike Küttbach.

Quelle: RP
 
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