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Garath
Ende der Taubenplage in Sicht

Garath. Zwei Mitarbeiter einer Schädlingsbekämpfungsfirma siedeln Mitte Oktober die Vögel in den Taubenturm um. Die Kosten teilen sich die Stadt und der Eigentümer der Ladenpassage im Garather Hauptzentrum. Von Birgit Wanninger

Ob es tatsächlich ein Ende der Taubenplage geben wird? Uwe Sandt, Bezirksverwaltungsstellenleiter für Garath und Hellerhof, ist zuversichtlich. Seit mehr als einem Jahr beschäftigt er sich mit diesem Thema. Gestern Nachmittag traf er sich mit Vertretern des Amts für Verkehrsmanagement, des Amtes für Verbraucherschutz, der Düsseldorfer Vorsitzenden des Tierschutzvereins sowie mit Mitarbeitern der Firma, die das Taubenhaus bauen soll, zum Ortstermin.

Geklärt wurden die letzten Detailfragen und der genaue Zeitablauf für die Umsiedlung der Tauben im Garather Hauptzentrum.

Seit Uwe Sandt vor mehr als einem Jahr die Stelle in Garath angetreten hat, wird er täglich mit der Problematik von Taubenkot, -gestank und herumfliegenden Vögeln konfrontiert, liegt doch die Verwaltungsstelle an der Frankfurter Straße direkt an der Fußgängerzone. Und dort haben es sich die Tauben unter der Unterführung gemütlich gemacht. Dort ist es dunkel und warm. Das lieben die Tiere.

Bekanntlich sollen die Tauben - es sind hunderte - vergrämt werden, wie es im Fachjargon heißt. Das bedeutet, sie sollen von ihrem jetzigen Aufenthaltsort umgesiedelt werden. Der Taubentrum, eine Art Gartenhäuschen, soll links neben dem neuen türkischen Gemüsehändler im hinteren Bereich des Parkplatzes aufgestellt werden. Das Amt für Verkehrsmanagement hat seine Zustimmung gegeben, die Grünfläche für diesen Zweck zu nutzen. Weil das Häuschen weit genug vom Gemüsehändler entfernt liegt, gibt es auch keine Bedenken aus hygienischer Sicht. Das wiederum machte gestern das Amt für Verbraucherschutz deutlich.

Inzwischen steht auch der Termin für die Vergrämung. Der Eigentümer der Ladenpassage, die Kübel-Stiftung, hat einen Kammerjäger beauftragt, der startet mit der Unterbringung der Vögel in den Taubenschlag am Montag, 19. Oktober. Vorher gab es keinen Termin, da Schädlingsbekämpfer momentan Hochsaison haben - nicht zuletzt wegen der Wespenplage. Bis spätesten am Freitag, 16. Oktober, muss das Haus fertig gestellt sein, um die Tauben dort unterzubringen.

Zwei Mitarbeiter der Schädlingsbekämpfungsfirma werden wahrscheinlich rund zwei Wochen damit beschäftigt sein, die Tauben aus ihren derzeitigen Unterkünften auf den Dächern unter der A 59 herauszuholen. Anschließend muss die Fläche noch gründlich gesäubert und vom Taubenkot befreit werden. Dafür sind rund 120 Arbeitsstunden geplant.

Die Kosten dafür betragen rund 34 000 Euro. Davon zahlt die Stiftung 52 Prozent, die Stadt übernimmt 48 Prozent. Das hatte die Bezirksvertretung beschlossen. Die Kosten dafür hat die Stadtverwaltung jetzt bewilligt. Ebenso für das Taubenhaus. Allein 16 000 Euro zahlt die Stadt für den geplanten Taubenturm und dessen Einzäunung. Keine preiswerte Lösung. Die gesamte Maßnahme, inklusive Taubentrum, kostet dann rund 50 000 Euro.

Anfang November, davon geht Uwe Sandt aus, soll das Projekt abgeschlossen sein. "Zunächst einmal soll die Population gestoppt werden", sagt der Bezirksstellenleiter. Drahtmatten, die zwischen den Dächern der Ladenlokale und der Autobahn angebracht werden, sollen dafür sorgen, dass es künftig für die Tauben dort kein Durchkommen mehr gibt. Sie sollen nur noch Unterschlupf im neuen Taubenhaus finden. Dort tauschen Mitarbeiter des Tierschutzvereins künftig einen Großteil der Tauben-Eier gegen Gipseier aus, um so die Zahl der Tauben zu verringern.

Quelle: RP
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