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Garath
Erstes Nachbarschaftsfest am Wittenberger Weg

Garath. Viele Anwohner haben genug vom negativen Image ihres Wohnquartiers und feierten mit vielen Besuchern ein buntes Fest. Von Maximilian Krone

Seit über einem Jahr treffen sich nun schon Politik, Verwaltung, soziale Einrichtungen und Bürger an einem Runden Tisch, um das Image des Viertels rund um den Wittenberger Weg zu verbessern. Ein Ergebnis aus den Beratungen fand nun am gestrigen Nachmittag statt. Ein Nachbarschaftsfest von und für die Bürger, das war das erklärte Ziel. Enttäuscht hat es nicht. Bereits zu Beginn des Festes kamen viele Anwohner und Besucher und schlenderten über das Areal am Familienzentrum.

Besonders viele Angebote gab es für Kinder. Sie konnten sich an einem Stand schminken lassen oder selber Tonfliesen herstellen. Wer sich lieber sportlich betätigen wollte, suchte sein Glück beim Torwandschießen oder wurde selbst zum Fußball und versuchte sein Gegenüber zu Fall zu bringen. Auch eine Runde Rasen-Ski war möglich. Sichtlich viel Spaß hatten die Kleinsten auch beim Angebot der städtischen Kindertagesstätte. Deren Mitarbeiterinnen hatten ein großes buntes Tuch mitgebracht, das die im Kreis versammelten Kinder durch die Luft wirbeln konnten.

Während die Kleinsten munter spielen konnten, halfen die Jugendlichen fleißig an den Ständen mit. So zum Beispiel am Stand der Schülerfirma der Alfred-Herrhausen-Schule. Sie verkauften dort Waffeln. Die Schüler engagieren sich am Wittenberger Weg aber nicht nur einmalig beim Nachbarschaftsfest, sondern betreiben bald auch ihr eigenes Café ganz in der Nähe. Geplant ist dort ein Gastraum mit 39 Plätzen. Angeboten werden sollen vor allem einfache Gerichte, wie Suppen, Nudeln, Salate, belegte Brötchen oder Kuchen sowie alkoholfreie Kalt- und Warmgetränke.

Das Nachbarschaftsfest war die erste Aktion, an der sich Vereine, Einrichtungen und vor allem die Bürger des Viertels beteiligten, das in der Vergangenheit immer wieder für negative Schlagzeilen sorgte. Besonders die Kriminalität sorgte für ein negatives Image des Wittenbergers und Schwarzen Weges.

Um dem schlechten Image weiter entgegenzuwirken, werden sich die Mitglieder des Runden Tisches auch weiterhin treffen und nach Wegen suchen, wie dieses aufgebessert werden kann. "Wir versuchen, das Engagement noch zu verstärken. Denkbar wäre, dass wir in diesem Bereich regelmäßige Sprechstunden für Bürger sowie eine Schuldner- und Mieterberatung einrichten", sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Walburga Benninghaus, die den Runden Tisch mit ins Leben gerufen hat.

Auch die Bezirksvertretung zieht mit. So war beim Nachbarschaftsfest auch Bezirksbürgermeister Uwe Sievers vor Ort und tauschte sich mit vielen aus. Wer seine Wünsche oder Sorgen lieber anonym vorbringen wollte, für den hatte die Bezirksverwaltungsstelle einen so genannten "Kummerkasten" aufgestellt.

Quelle: RP
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