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Garath
Fantasy-Mobil besucht Garather Gesamtschule

Garath: Fantasy-Mobil besucht Garather Gesamtschule
Die Schüler der Klasse 5b hatten eigene kleine Theaterstücke auf die Bühne gebracht. FOTO: Anne Orthen
Garath. Für knapp 90 Fünftklässler gab es diese Woche ein theaterpädagogisches Projekt. Gestern war die erste Aufführung. Von Franciska Nowak

Vorfreude und Aufregung war den Kindern der Klasse 5b deutlich anzusehen, als sie wenige Minuten vor Aufführungsbeginn um 12 Uhr die Kostüme anzogen und sich auf der Bühne in Position brachten. In den vergangenen vier Tagen entwickelten sie in zwei Gruppen mit jeweils rund zehn Schülern unter Anleitung von Rupert Schüler, Projektleiter aus dem Bereich der Suchtprävention der Caritas, zwei eigene kurze Theaterstücke mit völlig unterschiedlichen Inhalten. Der Fantasie der Schüler waren keine Grenzen gesetzt.

Das Stück der ersten Gruppe drehte sich um das Verschwinden der Zauberkugel der Königin, während die Darsteller im actionreichen zweiten Stück um zwei ebenfalls magische Kugeln kämpften, mit denen man die Weltherrschaft erlangen konnte. Hinter den kleinen Stücken steckten vier Tage harte Arbeit. Mit Übungen zur Darstellung von Emotionen erlernten die Kinder die Basis des Schauspielens. In der Folge durfte sich jedes Kind eine Rolle aussuchen. Erst danach entwickelten sich langsam die Geschichten des Projekts und das ganz bewusst, denn um überhaupt ein Stück auf die Beine zu stellen, mussten die Kinder viel stärker zusammenarbeiten als sonst im Schulalltag.

Neben der Präsentation des Stücks stand für Rupert Schüler und sein Team, das von zwei Schulsozialarbeitern und den Klassenlehrerinnen ergänzt wurde, die persönliche Entwicklung der Kinder und die Suchtpräsentation im Vordergrund: "Wir wollen mit dem Projekt kein perfektes Theaterstück auf die Beine stellen. Es geht viel mehr darum, den Kindern ein Gefühl für Emotionen zu geben und durch das Agieren miteinander den Teamgeist und auch das Selbstbewusstsein zu stärken.", erklärte Rupert Schüler. Er erlebt im Rahmen des Projekts immer wieder, das viele Kinder gar nicht zuordnen und ergründen können, was sie gerade fühlen. Durch die schauspielerische Auseinandersetzung mit Emotionen, möchte er den Schülern den Zugang dazu erleichtern und damit mögliche Konfliktpotenziale aus dem Weg räumen.

Die 2016 neugegründete Gesamtschule hat das Fantasy-Mobil in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal eingeladen. Schulleiter Stephan Proksch stellt erste Wirkungen fest: "Viele Kinder kommen während des Projekts auf den Geschmack des Theaters und möchten gerne weiterspielen. Vielleicht schaffen wir es in diesem Jahr, das Theaterspielen in den Ganztag zu integrieren."

Mit Abschluss der Projekttage der 5b ist die Arbeit für Rupert Schüler und das Fantasy-Mobil des Caritasverbandes Düsseldorf noch nicht getan. In der nächsten Woche warten weitere Schüler der fünften Stufe auf ihren großen Moment auf der Bühne.

Quelle: RP
 
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