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Garath
Garath 2.0: Schüler bewerten Stadtteil

Garath: Garath 2.0: Schüler bewerten Stadtteil
Schüler der Montessori-Grundschule in Garath übergeben Bezirksbürgermeister Uwe Sievers einen Brief und eine erläuternde Skizze mit ihren Vorschlägen zu Garath 2.0. FOTO: günter von ameln
Garath. Grundschüler markierten positive und negative Stellen in Garath. Nun wollen sie ein Stromhäuschen bemalen. Von Maximilian Krone

Unter den Düsseldorfer Stadtteilen hat Garath nicht eben das beste Image. Daran soll das Projekt Garath 2.0 etwas ändern. Auch die Grundschüler der 4. Klasse der Montessori-Schule an der Emil-Barth-Straße haben sich dazu schon Gedanken gemacht. Sie begutachteten ihren Heimatstadtteil unter ganz eigenen Gesichtspunkten und verteilten Smileys. Einen lachenden für schöne, einen traurigen für blöde Orte.

Entstanden ist daraus ein ganzer Ordner mit Stellen in Garath, die die Schüler toll oder auch nicht so toll finden. Eine sticht dabei besonders heraus. Ein Stromhäuschen in der Nähe der Schule, das voll von Graffiti ist, erhielt einen großen traurigen Smiley. Und weil auch die Schüler dabei helfen wollen, ihren Stadtteil aufzuwerten, haben sie angeboten, das Stromhäuschen zu bemalen, damit es schöner aussieht.

Weil sie dazu die Unterstützung der Bezirkspolitiker brauchen, hat die Klasse von Lehrerin Sonja Norf einen Brief an Bezirksbürgermeister Uwe Sievers geschrieben. "Um das Haus bemalen zu können, brauchen wir Ihre Erlaubnis", heißt es darin. Bei der Übergabe des Briefes am letzten Schultag vor den Herbstferien versprach der Bezirksbürgermeister, sich dafür einzusetzen. "Ich finde es toll, dass Ihr bei dem Projekt Garath 2.0 mitmacht und schon Stellen gefunden habt, die verbessert werden könnten", sagt er vor der Klasse und ermunterte die Schüler, Fragen zu stellen.

Wie denn der Begriff Garath 2.0 entstanden sei, fragte ein Schüler. "Das ist eine gute Frage. Ich glaube, das kommt aus der Computersprache und steht für ein neueres Garath. Garath 1.0 ist dann quasi das, was vor über 50 Jahren gebaut wurde", erklärt Uwe Sievers. Ob er denn davon ausgehe, dass das Projekt klappt, wollte eine weitere Schülerin wissen. "Ich hoffe, die Chancen liegen bei 100 Prozent", antwortet er. Besonders interessiert hat die Schüler, ob denn neue Spielplätze gebaut würden. "Das kann ich im Moment leider nicht sagen, aber wir schauen mal, ob das machbar ist", sagt Sievers.

Besonders die Spielplätze und Sportanlagen liegen den Grundschülern am Herzen. So kleben auf der großen Karte von Garath im Klassenraum besonders viele lachende Smileys an Stellen, wo die Kinder sich austoben können. Auch die vielen Grünflächen, wie die Urdenbacher Kämpe oder der Garather Forst sowie der Reiterhof am Mühlenbach wurden positiv bewertet. Nicht so gut abgeschnitten haben die Stellen, an denen viele Graffiti an die Wände gesprüht wurden. Zum Beispiel in der Nähe des Garather S-Bahnhofs oder des Heizkraftwerkes. Auch die vielbefahrende Frankfurter Straße scheint den Schülern nicht zu gefallen.

Die vielen Ideen und Anregungen nahm Uwe Sievers mit. "Wenn alles gut läuft, findet sich die ein oder andere Idee im Gesamtplan wieder und wird am Ende von den Projektplanern umgesetzt", sagt er.

Quelle: RP
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