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Garather SV zieht Kreisliga-A-Team zurück

Garath: Garather SV zieht Kreisliga-A-Team zurück
Am Boden lagen die Garather Spieler (in Grün) in dieser Saison mehrmals. So wie hier im Lokal-Derby beim TSV Urdenbach. FOTO: Anne Orthen
Garath. Die meisten Spieler bringen nicht die erforderliche Qualität für die Kreisliga A mit und sind mit der Situation überfordert, heißt es in der Begründung. Von Helmut Senf

Beim Garather SV haben die Verantwortlichen die Reißleine gezogen. "Wir werden unsere erste Mannschaft vom Spielbetrieb in der Kreisliga A zurückziehen", bestätigt Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Dannowski unserer Redaktion gegenüber. Diese Entscheidung sei auf einer Sitzung in Anwesenheit der Abteilungsleitung und des Trainers Sven Schröder gemeinsam getroffen worden. Ein entsprechender Antrag ist dem Fußballverband inzwischen zugegangen.

"Leider ist es so, dass wir nach den fünf Niederlagen zum Saisonauftakt einsehen müssen, dass die meisten unserer Spieler nicht die erforderliche Qualität für die Kreisliga A mitbringen und ganz einfach überfordert sind", begründet Dannowski die Entscheidung. Dieser Schritt sei dem Verein auf keinen Fall leicht gefallen und stelle aus sportlicher Sicht, wie Dannowski einräumt, sicher nicht die beste Lösung dar. "Aber wir müssen unsere Spieler und auch unseren Trainer schützen." So gesehen sei die Abmeldung letztlich ein für alle Beteiligten notwendiger Schritt.

Zur Erinnerung: Nach dem Weggang des ehemals erfolgreichen Aufstiegsteams und des Trainer-Duos Kütbach/Grothe hatte beim Garather SV ein Nachfolgeteam unter Schröder als Coach völlig neu formiert werden müssen. Diese aus einzelnen Zugängen und überwiegend ehemaligen Akteuren des Kreisliga C-Teams zusammengewürfelte Mannschaft ist dann ohne jeden Punktgewinn in die aktuelle Meisterschaftsrunde gestartet und hat in allen fünf ausgetragenen Begegnungen deutliche Niederlagen hinnehmen müssen. Gleich zum Auftakt hatte es eine deklassierende 0:21-Schlappe gegen den Titelfavoriten Sparta Bilk gehagelt. Am zweiten Spieltag blieb der GSV beim Derby in Urdenbach mit 0:7 ohne Chance. Ein 1:9 in Hösel und ein 1:6 vor eigener Kulisse gegen den SV Oberbilk sowie ein 0:7 gegen Polizei SV folgten.

Als Folge dieser demotivierenden Niederlagenserie beklagte der Kütbach-Nachfolger längst eine rückläufige Trainingsbeteiligung. Der verletzungsbedingte Ausfall von Leistungsträgern wie Lothar Wilczek sowie Spielersperren verschärften die schwierige Lage weiter. Aus diesem Grund hatten sich die Garather dazu entschlossen, zu ihrer jüngsten Heimpartie gegen den Tabellennachbarn Rot-Weiß Lintorf gar nicht mehr anzutreten.

"Wir werden aufgrund unseres Rückzugs als erster Absteiger in der Kreisliga A feststehen", erklärt Dannowski. "In der Saison 2018/19 wollen wir dann mit einer neuen, ligatauglichen ersten Mannschaft in der Kreisliga B einen Neustart wagen." Der Verband muss auf einer Sitzung darüber entscheiden, ob dem Rückzugsantrag der Garather stattgeben wird. Gemäß der Satzung ist es dem Verband durchaus möglich, einen solchen Antrag abzulehnen und einen Verein zur Fortsetzung des Spielbetriebs zu zwingen. Wie aus gut unterrichten Kreisen jedoch verlautet, ist in diesem Fall mit einer Zustimmung aus sportlichen Gründen zu rechnen.

Quelle: RP
 
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