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Garath
Gemeindefest spontan in die Kirche verlegt

Garath. Ein ganzes Jahr lang feierte die evangelische Kirchengemeinde Garath-Hellerhof ihren 50, Geburtstag. Mit dem Gemeindefest am Samstag ging das Jubiläumsjahr mit seinen Festivitäten nun zu Ende. Von Monika Suski

Es sollte viel Trubel um die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche geben: Musikgruppen, die auf dem Vorplatz auftreten, ein Mitmachzirkus für Kinder und natürlich etwas zu essen und zu trinken. Aber der unaufhörliche Dauerregen machte der Gemeinde am Samstag einen Strich durch die Rechnung. An Absage dachten aber Pfarrer Carsten Hilbrans und das Orga-Team jedoch keine Sekunde. Sie planten einfach um und verlagerten alle geplanten Aktivitäten in Kirche und Gemeindehaus.

Los ging es am Samstag um 11 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst, der die Kantate "Wer nur den lieben Gott lässt walten" von Felix Mendelssohn-Bartholdy zum Thema hatte. "Wichtig ist bei allem, was die Gemeinde in den vergangenen Jahren durchgemacht hat, dass wir alle Teil der Fügung sind", erklärt Carsten Hilbrans die Themenwahl.

Besonders freut sich der Geistliche, für den es das erste Gemeindefest ist, über die vielen Besucher - und das trotz des schlechten Wetters. "Ich habe während des Gottesdiensts viele Gesichter erblickt, die ich nur selten in der Kirche sehe und sogar ein paar, die ich noch gar nicht kenne."

Auch die neue Pfarrerin Birgit Otto ist selbstverständlich mit von der Partie und nutzt das Fest, um ihre Gemeinde noch besser kennenzulernen. "Ich bin arbeitsmäßig schon voll drin, und ich habe das Gefühl hier richtig zu sein", sagt sie. Besonders das umfangreiche Musikprogramm hatte es ihr angetan, "Die Musik steht im Mittelpunkt, und das gefällt mir sehr gut." Vor allem die Bambusflötengruppe sei ihr Favorit.

Im großen Gemeindesaal trinken die zahlreichen Besucher gemütlich eine Tasse Kaffee und lassen sich den frischen Kuchen dazu schmecken. Wer etwas vom Grill möchte, muss sich zumindest für kurze Zeit nach draußen wagen.

Neben den Ständen mit Büchern und selbstgemachten Marmeladen, die im Gemeindehaus aufgebaut sind, erfreuen sich vor allem die Plüschtiere von Waltraut Becker großer Beliebtheit. "Alle Tiere sind selbst gemacht und in jedem einzelnen steckt viel Arbeit", sagt sie. Wie viel Zeit die 78-Jährige genau in ein Kuscheltier investiert, vermag sie nicht zu sagen. "Darauf achte ich nicht. Man darf beim Nähen nicht in Eile sein, sonst wird es nicht so schön."

Neben der Liebe zum Detail und der Perfektion in der Verarbeitung punktet die passionierte Schneiderin mit hochwertigem, schadstoffgeprüftem Plüsch. Ein Argument, dass auch Justus Mutter überzeugt hat. Der Zwölfjährige darf sich über ein schwarzes Schaf freuen. Und Waltraut Becker freut sich über eine neue Kundin. Denn aus Erfahrung weiß sie, "wer einmal eins hat, kommt immer wieder."

Zum Abschluss des Festes gegen 17.30 Uhr führte es die Gemeinde nochmals in die Kirche zur gemeinsamen Andacht.

Quelle: RP
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