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Garath/Hellerhof
Große Spendenbereitschaft für Flüchtlinge

Garath/Hellerhof. Die Bürger im Stadtbezirk 10 haben innerhalb kürzester Zeit dafür gesorgt, dass das Lager für Kleider- und Sachspenden gut gefüllt ist. Gebraucht werden aber weiterhin Hygieneartikel. Von Maximilian Krone

Inzwischen quillt der kleine Büroraum, der vor einer Woche kurzerhand zum Lagerraum umfunktioniert wurde, aus allen Nähten. Dort lagern nun unzählige Koffer, Kartons und Tüten voll mit Kleider- und Sachspenden der Bürger für die Düsseldorfer Flüchtlinge. "Was wir weiterhin benötigen, sind Hygieneartikel", sagt Uwe Sandt, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle 10. Warme Bettwäsche und winterfeste Schuhe seien inzwischen vielfach eingegangen. "Aber auch das können wir weiterhin gebrauchen, denn der Winter steht vor der Tür", sagt Sandt.

Die Spendenbereitschaft im südlichsten Teil Düsseldorfs ist groß. Besonders die ältere Generation würde spenden, sagt der Verwaltungsstellenleiter. "Diejenigen, die es nicht zu uns schaffen, können bei uns anrufen, dann holen wir die Spenden zuhause ab", sagt Sandt. Begeistert ist er von der Qualität der Spenden. Nahezu alle seien frisch gewaschen und in gutem Zustand. "Neulich kam eine betagte Dame, die Schuhe vorbeibrachte und diese zuvor extra beim Schuster hat reparieren lassen", sagt er.

Dass hauptsächlich ältere Menschen in Garath spenden würden, hänge laut Uwe Sandt mit der Geschichte des Stadtteils zusammen. "Viele Einwohner haben selbst einen Flüchtlingshintergrund und können die aktuelle Lage daher gut nachvollziehen", sagt er. Dabei kommen längst nicht nur Bürger aus Garath und Hellerhof zu ihm. Auch aus Benrath, Hilden oder Monheim seien schon Spender gekommen.

Bevor die Spenden verteilt werden können, müssen sie aber noch sortiert werden. "Dafür werden wir die ehrenamtlichen Helfer beim Ehrenamtsabend am kommenden Montag in Gruppen einteilen", sagt Sandt. Er hofft, dass die Vorräte ausreichen, um einen Teil der rund 200 Flüchtlinge, die Anfang des neuen Jahres an der Duderstädter Straße in Hellerhof unterkommen sollen, zu versorgen.

Auch weiterhin werden Spenden benötigt, um die Flüchtline gerade im anstehenden Winter mit dem Nötigsten zu versorgen. Da die Bezirksverwaltungsstelle nur wenige Mitarbeiter hat und nicht durchgehend besetzt ist, haben sich die Mitarbeiter des Bürgerbüros bereiterklärt auch Spenden anzunehmen. "Wenn wir mal nicht da sind, dann können die Bürger ihre Spenden auch bei den Mitarbeitern des Bürgerbüros abgeben. Dieses ist zu den Geschäftszeiten immer besetzt", sagt Uwe Sandt.

Quelle: RP
 
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