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Garath
GSV: Gedenktafel für Hartmut Fischer

Garath. Zur Erinnerung an Gründungsmitglied Hartmut Schiffer wurde eine Tafel am Vereinsheim in Garath angebracht. Von Monika Suski

Seit gestern ziert ein neues Türschild die Fassade vom Vereinsheim des Garather Sportvereins (GSV). Doch es ist kein Türschild im klassischen Sinne. Denn bei dem Schild handelt es sich vielmehr um eine Gedenktafel zu Ehren von Gründungsmitglied Hartmut Fischer. Diese wurde gestern gegen 13 Uhr im Beisein von seiner Familie, vielen Vereinsmitgliedern sowie lokalen Politikern feierlich enthüllt und ziert von nun an Fischers zweites Zuhause.

"Die Entscheidung zu der Ehrung von Hartmut mit dieser Tafel ist relativ spontan gefallen", sagt Peter Heinen, aktueller Vorstand des Vereins. Als Hartmut Fischer im Januar 2015 starb, entschied sich seine Familie gegen die üblichen Blumenkränze und bat stattdessen um Spenden für den Verein. "Mit der Tafel wollen wir der Familie und natürlich Hartmut unseren Dank aussprechen und etwas zurückgeben."

Denn ohne Fischer hätte es den GSV vielleicht nie gegeben. Zusammen mit sechs anderen engagierten Mitstreitern gründete er am 7. November 1966 den Verein in einem Stadtteil, der dringend ein sportliches Angebot benötigte. Heute, 50 Jahre später, feiert der Verein sein rundes Jubiläum. Die Enthüllung der Gedenktafel zu Ehren Hartmut Fischers war die erste nichtsportliche Festivität im Jubiläumsjahr und eine Herzensangelegenheit für den Verein. "Hartmut war nicht nur Gründungsmitglied, sondern auch 25 Jahre lang aktiver Vorstand", erzählt Heinen, der ohne die Unterstützung seines Vorgängers nie die Vereinsleitung übernommen hätte. Während seiner langen Amtszeit hat Fischer viel für den Verein getan. "Auf seine Initiative hin ist unser Vereinsheim 1975 entstanden." Aber auch im Stadtteil zeigte sich das Garather Urgestein stets engagiert, "er war für alle hier im Stadtteil ein verlässlicher Ansprechpartner und hat immer geholfen, Brücken zu bauen", sagt Peter Heinen über seinen langjährigen Weggefährten.

Das Vereinsleben war Fischers' zweiter "Vollzeitjob", neben seiner beruflichen Tätigkeit bei der Düsseldorfer Stadtentwicklung - oft zum Leidwesen seiner Familie. "Wenn er nach Hause kam, klingelte meistens das Telefon wegen einer Vereinsangelegenheit", erinnert sich Witolf Fischer, Sohn des Verstorbenen. "Wir haben als Kinder nicht viel von unserem Vater gehabt. Daher bin ich sehr dankbar über die Wertschätzung heute." Ähnlich geht es auch der verwitweten Brigitte Fischer "Ich bin sehr gerührt. Es ist eine Ehrung für meinen Mann, die auch mir gutgetan hat."

Quelle: RP
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