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Garath
Hoffnungskirche: Caritas steht in den Startlöchern

Garath. Es gibt immer noch keinen Notartermin. Hell-Ga sucht nach Lösungen für ein Ausweichquartier. Von Birgit Wanninger

Am liebsten möchte die Caritas sofort loslegen und mit dem Bau des Altenheims auf dem Gelände der Hoffnungskirche beginnen. Aber nachdem die Modalitäten für den Verkauf erst zweieinhalb Jahre nach Bekanntgabe abgeschlossen sind, kommt es nach Ansicht von Rainer Schlaghecken, Referatsleiter bei der Caritas, auf den ein oder anderen Tag jetzt auch nicht mehr an. Zumal er damit rechnet, erst Mitte nächsten Jahres mit den Bauarbeiten beginnen zu können.

Ein Abschlussgespräch mit allen Beteiligten, der evangelischen Kirchengemeinde als Noch-Eigentümer, der Diakonie und der Caritas, hat es bereits gegeben. "Wir brauchen jetzt nur noch einen Notartermin", sagt Schlaghecken, und in der Vorweihnachtszeit sei es nicht einfach, alle unter einen Hut zu bringen. Doch dann ergänzt er: "Aber das ist reine Formsache."

Die Caritas steckt bereits mitten in den Vorbereitungen für die Baumaßnahme. Die Pläne eines von der Caritas beauftragten Architekten seien allerdings noch nicht abgeschlossen, sagt Schlaghecken. Denn der Architekt hat keine leichte Aufgabe vor sich. Fest steht, dass der entwidmete Kirchenturm abgerissen wird. Aber die Caritas muss nach derzeitigem Stand ihr künftiges Gebäude um das Mehrgenerationen-Haus von Hell-Ga, rund 680 Quadratmeter, herumbauen. Denn Hell-Ga hat an der Ricarda-Huch-Straße einen Nutzungsvertrag bis 2021.

Fest steht schon heute, dass zum 31. Juli 2018 die Bewohner aus dem Hildegardisheim in das neue Altenheim auf dem Hoffnungskirchen-Areal ziehen sollen. Der Grund: Das Hildegardisheim entspricht nicht den gesetzlichen Bestimmungen, die Mitte 2018 in Kraft treten. Aus Doppel- müssen beispielsweise Einzelzimmer werden.

Ebenso ist davon auszugehen, dass bis zu diesem Zeitpunkt nicht nur das neue Altenheim fertig sein wird, sondern auch das künftige SOS-Zentrum in Garath Süd-Ost. Auch dort sollen 2016 die Bauarbeiten beginnen. Und es ist geplant, dass in diesem Zentrum neben einer Kita unter anderem ein Stadtteiltreff und Mehrzweckräume sein werden. Auch Hell-Ga soll dort einziehen, muss aber bestimmte Bedingungen am jetzigen Standort erfüllen, weil das Projekt Hell-Ga bis 2021 vom Bund und Land gefördert wird.

Hell-Ga-Vorsitzende Barabara Solle erklärte gegenüber der RP: "Wir suchen nach einer Lösung, die für alle im Stadtteil zufrieden sein wird und schöpfen jedwede Form von Möglichkeiten aus." Damit stünde Hell-Ga dann einem Bau der Caritas nicht im Wege.

Quelle: RP
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