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Garath
Hoffnungskirche: In Kürze gibt's den Notar-Termin

Garath. Vor fast genau einem Jahr hatte Caritas-Geschäftsführer Roland Vogel schon einmal die Hoffnung gehabt, dass noch vor dem Jahreswechsel der Verkauf der Hoffnungskirche über die Bühne geht. Daraus wurde nichts. Nun scheinen alle Voraussetzungen geschaffen worden zu sein, dass es nun bald so weit ist. So konnte die evangelische Kirchengemeinde als Noch-Eigentümerin inzwischen sowohl für die beiden Mieter eine neue Wohnung finden, als auch für die Einrichtung der Diakonie einen neuen Standort. Für die in der Wohngruppe untergebrachten Kinder und Jugendlichen sei eine neue Unterbringungsmöglichkeit in Mettmann gefunden worden, berichtete Diakonie-Sprecher Christoph Wand gestern. Der Umzug soll im Frühjahr 2016 über die Bühne gehen.

Doch so lange soll es bis zum Notartermin zwischen Caritas und Kirchengemeinde nicht dauern, berichteten Vertreter beider Organisationen in der Sitzung der Bezirksvertretung 10 am Dienstag. In 14 Tagen soll es ein letztes Abstimmungsgespräch zwischen Caritas und Kirche geben, um Details zu klären.

So bald der Vertrag unterzeichnet ist, will die Caritas bei der Stadt den Abrissantrag einreichen. Parallel soll der Architekt beauftragt werden, die Bauvoranfrage für die Stadt vorzubereiten. Geht es nach dem Willen von Caritas-Chef Vogel sollen die Abriss-Bagger Mitte 2016 anrücken. Abegtragen werden soll unter anderem der markante Turm der entweihten Hoffnungskirche. Bei der Caritas drängt die Zeit. Das Hildegardisheim entspricht den gesetzlichen Bestimmungen nicht, die Mitte 2018 in Kraft treten. Aus Doppel- müssen Einzelzimmer werden. Zudem muss jedes Zimmer eine Nasszelle bekommen. Umbauen im Bestand geht nicht, weil auf dem Gebäude ein Denkmalschutz sowie der Urheberschutz des Architekten Gottfried Böhm liegt. Ohne Zustimmung darf die Caritas noch nicht einmal die Türklinken auswechseln.

Auf dem neuen Grundstück will die Caritas ein neues Altenzentrum bauen. Derzeit plant sie das um das Mehrgenerationenhaus Hell-Ga herum. Deren Mietvertrag läuft bis 2021. Wie es danach weitergehe, liege an Hell-Ga und SOS Kinderdorf, sagte Vogel in der Sitzung. Inzwischen gebt es ja eine sehr enge Verbindung zwischen beiden Vereinen. Die Caritas sehe derzeit nicht vor, groß in den Komplex von Hell-Ga zu investieren, auch wenn klar sei, dass es in den nächsten zehn bis 15 Jahren dort einen hohen Investitionsaufwand gebe, so der Caritas-Chef.

Bei der Caritas fixiert man sich jetzt erst einmal darauf, dass der Vertrag mit der Kirche unterschrieben wird, damit die Planungen für den Bau des Altenheims endlich in Gang kommen. Drei Jahre könnten von jetzt an noch ins Land ziehen, bis alles fertig ist. Das bedeutet, dass es jetzt schon sehr sportlich bemessen ist, den Stichtag nicht aus dem Auge zu verlieren.

(rö)
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