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Garath
Kein Kunstrasen-Kleinfeld für den GSV

Garath. Den Vorschlag der SPD-Fraktion, auf dem Gelände des Garather SV ein Kunstrasen-Kleinfeld zu errichten, lehnt die Verwaltung kategorisch ab. Dabei verstrickt sie sich in Widersprüche. Von Birgit Wanninger

Für Unverständnis sorgt in der Bezirksvertretung (BV) 10 (zuständig für Garath und Hellerhof) auch weiterhin die Auffassung der Verwaltung, dass auf dem Gelände beim Garather SV die Errichtung eines Kunstrasen-Kleinfelds abgelehnt wurde.

Bereits in der September-Sitzung fanden die Stadtteilpolitiker, dass ein umrandetes Kunstrasen-Kleinfeld ideal für Kinder sei. Da können die D- und E-Jugend wunderbar trainieren; da können die Kinder vom gegenüberliegenden Jugendtreff spielen. Die Idee, ein solches Kleinfeld auf dem Gelände des Garather SV an der Koblenzer Straße zu errichten, hatte die SPD-Fraktion, und die anderen Stadtteilpolitiker waren ebenfalls begeistert.

Nicht aber die Verwaltung. Das Sportamt sieht "keine Veranlassung, eine zusätzliche, hoch qualifizierte Sportfläche zu schaffen", lautete die Begründung zur Ablehnung. Das wollten die Stadtteilpolitiker nicht auf sich sitzen lassen. Jetzt kam die neue Antwort der Verwaltung: Es gebe den Bolzplatz auf der Bezirkssportanlage des GSV, außerdem kämen weitere Bolzplätze in unmittelbarer Nähe in Betracht, beispielsweise an der Stettiner Straße, lautet die Argumentation der Verwaltung.

Dieser Ansicht ist offenbar auch Oberbürgermeister Thomas Geisel, der sich in einem mehrseitigen Schreiben an den stellvertretenden Vorsitzenden des Garather SV, Frank Muschalla, wendet. In dem Brief wird bedauert, dass der Eindruck erweckt worden sei, das Sportamt kümmere sich nicht in angemessener Weise um die Belange des Vereins.

Dann verweist das Schreiben darauf, dass im Einklang mit den Planungen zum Projekt Garath 2.0 "als eine Schlüsselmaßnahme die Errichtung einer multifunktional nutzbaren Sportfläche in der Grünanlage Stettiner Straße entstehen soll." Und weiter heißt es: "Was die Einrichtung des Kunstrasen-Kleinspielfeldes betrifft... bin ich gemeinsam mit der Fachverwaltung beim Sportamt der Auffassung, dass eine solche Investition auf der Sportanlage aus Ihrer Sicht zwar wünschenswert ist, aber derzeit nicht mit einer Priorität zu Umsetzung belegt werden kann".

Frank Muschalla kann darüber nur den Kopf schütteln. Es gebe weiterhin zahlreiche Widersprüche in dem Schreiben, das aus dem Büro des Oberbürgermeisters stammt. "Ich werde Thomas Geisel bei unserem Festakt zum 50-jährigen Bestehen persönlich ansprechen", sagt er. Außerdem werde der Eindruck erweckt, dass der GSV das Kleinfeld beantragt habe. "Das stimmt nicht. Der Vorschlag kam von der SPD in der Bezirksvertretung", sagt er. "Wir sind keine Bittsteller."

Die Liste an Ungereimtheiten ist lang. Hier ein Beispiel: So wird der Bolzplatz auf dem Vorplatz nicht genutzt, weil der Verein dieses Gelände mit der Eröffnung der SOS-Kita - auf Anfrage des Sportamtes - der Kindertagesstätte überlassen hat, diese ihn aber nicht nutzt. Der Platz verwildert. Das wird auch in dem Schreiben aus dem OB-Büro angeprangert.

Da heißt es: "Leider kam dieses Vorhaben mit der Kindertagesstätte nicht zustande, so dass der Platz nicht dorthin übertragen werden konnte, und daher weiter in der Pflegzuständigkeit des Garather SV verblieben ist. Frank Muschalla: "Bis dato haben wir keine Informationen bekommen, dass der Platz an uns zurückgegangen ist. Außerdem ist der Zugang abgeschlossen."

Seines Erachtens sollte man öfter miteinander reden, und er hofft, dazu am Mittwoch, 9. November, Gelegenheit zu haben. Auch die BV möchte mehr erfahren, und zwar von Sportsamtleiter Pascal Heithorn, den die BV in die nächste Sitzung eingeladen hat.

Quelle: RP
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