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Düsseldorf-Süd
Kinder gehen auf Kunstpunkt-Tour

Düsseldorf-Süd: Kinder gehen auf Kunstpunkt-Tour
Die Künstlerin J'Ophelia Gagé lädt Kinder und Jugendliche in ihr Atelier in Urdenbach ein. FOTO: Olaf Staschik
Düsseldorf-Süd. Diesmal bekommen Düsseldorfs Künstler zu den Kunstpunkten auch Besuch von Kindern und Jugendlichen. Zu diesem Pilotprojekt öffnet auch Zoran Velinov sein Atelier am Garather Schloss für Schüler. Von Ilka Kultscher

Zoran Velinov freut sich schon auf seinen jugendlichen Besuch. Am Samstag kommt eine Gruppe aus dem evangelischen Anne Frank Haus zu ihm ins Atelier am Garather Schloss. Begleitet werden die Jugendlichen dabei von Künstler-Kollegin Susanna Wortmann und der Sozialpädagogin Christina Siebert, Mitarbeiterin in der Garather Freizeiteinrichtung.

Zoran Velinov hat schon oft mit Kindern gearbeitet, wie hier mit Schaumstoff. In seinem Atelier am Garather Schloss gibt es viel zu entdecken. FOTO: privat

Zoran Velinov nimmt seit Jahren an den Kunstpunkten teil. Er ist einer von mehreren Künstlern, die ihr Atelier nicht nur für Erwachsene, sondern erstmals auch für Kinder und Jugendliche öffnen. Im Düsseldorfer Süden bieten drei Jugend-Freizeiteinrichtungen diese geführten "Kult-Touren" durch die Künstlerräume an.

Velinov begrüßt das Pilot-Projekt sehr, das Kinder und Jugendliche unter Leitung von Mitarbeitern einzelner Freizeiteinrichtung ihn besuchen. "So haben die Kinder erstmals die Möglichkeit, ein Atelier von innen zu sehen", sagt er.

Für viele seiner kleinen Besucher ist er ein alter Bekannter. Sie kennen ihn aus dem Anne-Frank-Haus, wo er mit ihnen bereits an diversen Kunst-Projekten gearbeitet hat. "Nun können sie auch mal sehen, was ich selber so mache", meint er.

Und zu entdecken gibt es in dem Atelier vieles. Velinov deckt mit seinen häufig surrealistischen Arbeiten eine große Bandbreite der bildenden Kunst ab, mag aber auch plastische Arbeiten.

Auch Christina Siebert freut sich über die Möglichkeit, mit den Atelier-Besuchen den zehn- bis 14-jährigen Gästen der evangelischen Jugend-Einrichtung etwas Neues bieten zu können. "Das Anne-Frank- Haus hat die kulturelle Bildung als Schwerpunkt", erklärt sie. Die Mitarbeiter besuchen mit den Kindern häufiger Stätten, an denen Kunst stattfindet, wie zum Beispiel Theater oder auch die Oper. Da passe dieses Projekt perfekt.

Am Samstag werden Sozialpädagogin Siebert und Künstlerin Wortmann mit der Gruppe von Schülern ihre Atelier-Tour starten. Gemeinsam mit dem bildenden Künstler Klaus Sievers, Mitarbeiter im Jugend-Programm KulturRucksack, haben sie sich drei Ateliers im Düsseldorfer Süden ausgesucht. "Die sind komplett unterschiedlich", berichtet Siebert. Als Erstes schauen sie in Urdenbach bei J'Ophelia Gagé vorbei. Dann besuchen sie - ebenfalls in Urdenbach -das Atelier von Ruth und Julius Wimmer. Danach geht es zurück nach Garath, wo sie dann Zoran Velinov im Schloss über die Schulter schauen. Insgesamt dauere diese Kultur-Tour wohl dreieinhalb Stunden, schätzt Siebert.

Das Anne-Frank-Haus nimmt an dem KulturRucksack teil. Ziel dieses bundesweiten Programms ist es, auch Kindern mit Projekten wie den Atelier-Besuchen den Zugang zur Kunst zu ermöglichen.

"Der KulturRucksack wurde nun wegen der großen positiven Resonanz um ein weiteres Jahr verlängert", sagt Klaus Sievers. Vielleicht gibt es dann auch noch weitere Atelier-Besuche von kleinen Kunstfreunden.

Insgesamt bieten in Düsseldorf am 15. und 16. sowie am 22. und 23. August zehn Jugend- und Freizeit-Einrichtungen die von Künstler und Mitarbeiter betreuten Führungen zu ausgesuchten Kunstpunkten. Bei den Kunstpunkten haben 500 Künstler ihre Arbeitsräume an den Samstagen von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle: RP
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