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Garath
Klassik für den guten Zweck

Garath. Ein Benefizkonzert zugunsten der Ökumenischen Hospizbewegung. Von Monika Suski

Die Stuhlreihen waren gefüllt, der Raum wurde von zahllosen Kerzen in ein wohlig warmes Licht getaucht. Nur der Altarbereich, wo für gewöhnlich der Pfarrer steht, war hell erleuchtet. Schließlich sollte jeder der rund 300 Besucher, die Musiker nicht nur gut hören, sondern auch sehen können. Denn am Sonntagabend fand in der St.-Matthäus-Kirche um 17 Uhr kein Gottesdienst statt, sondern das alljährliche Benefizkonzert zugunsten der Ökumenischen Hospizbewegung Düsseldorf-Süd.

Auf dem Programm des 14. Benefizkonzerts, das von Georg Flock, Kantor an St. Matthäus und Leiter des Chorus cum animo, ins Leben gerufen wurde, standen diesmal zwei Stücke der Klassik. Zum einem Wolfgang Amadeus Mozarts Te Deum (KV 141) und zum anderen Joseph Haydns Missa in B, besser bekannt als Theresienmesse. Stimmgewaltige Unterstützung bekam Flocks Chor vom Madrigalchor Schloss Benrath sowie von Ruth Schaumann (Sopran), Ilona Marcarova (Alt), Wolfram Wittekind (Tenor) und Matthias Standfest (Bass). Für die musikalische Begleitung sorgte das Orchester Neue Philharmonie Westfalen.

"Nach den Sommerferien haben wir mit den Proben begonnen", sagt Horst Schaumann, Leiter des Madrigalchors. Zunächst habe dabei jeder der Chöre die Werke für sich einstudiert. "Als Tonal und Rhythmisch alles rund lief, gab es noch fünf gemeinsame Proben."

Das Ergebnis der wochenlangen Proben konnte sich hören lassen - da waren sich alle Anwesenden einig. "Es war wie immer ein sehr gutes Konzert", sagt Sigrid Beutler, für die der Besuch des Benefizkonzerts, zusammen mit ihren Freundinnen, schon eine richtige Tradition ist: "Das lassen wir uns nie entgehen." Und auch Horst Schaumann ist zufrieden. "Es war ein sehr hohes Niveau, das wir heute gezeigt haben."

Neben dem Chorleiter freute sich auch Waltraud Wülfing, stellvertretende Vorsitzende der Ökumenischen Hospizbewegung Düsseldorf-Süd, über den gelungenen Abend und die rund 300 Besucher. "Bei Anlässen wie diesen lernen die Menschen uns und das Hospiz kennen."

Es sei kein einfaches gesellschaftliches Thema und viele Leute wüssten kaum etwas über die Palliativmedizin. "Über die Kultur, wie in diesem Falle die Musik, versuchen wir Öffentlichkeit für das Thema zu schaffen", erklärt Wülfing. Aus diesem Grund fließt auch ein Teil des Erlöses in die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Der andere Teil wird in die Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer investiert.

Quelle: RP
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