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Garath
Lange Leitung bei der Stadtverwaltung

Garath. Nicht gerade begeistert waren die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) 10, zuständig für Garath und Hellerhof, darüber, dass alle fünf Anfragen in der Sitzung am Dienstag nicht beantwortet werden konnten. Da ging es um eine leere Baumscheibe, um die Wiedereröffnung des Bahnhofskiosks, das Projekt Garather Schultüte, das Fällen von Bäumen an der Heinrich-Lersch-Straße und um die künftige Versorgung des Stadtbezirks mit Pflegeplätzen.

Zu keinem dieser Punkte konnte Bezirksverwaltungsstellenleiter Uwe Sandt eine Antwort geben, da die Fachämter nicht geantwortet hatten. Da platzte dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister Klaus Mauersberger (CDU) der Kragen. "Die Anfragen sind ja nicht so komplex, dass man Monate dafür benötigt", sagte er sarkastisch und verwies auf die Fristen. Auf Wunsch der Verwaltung sollen die Anfragen nämlich 14 Tage vorher schriftlich eingereicht werden - früher waren es zehn Tage. Und diesem Wunsch seien die Stadtteilpolitiker nachgekommen. Die Antworten sollen zwar schriftlich kommen, könnten aber vorab mündlich erteilt werden, meint Mauersberger.

Auch Bezirksbürgermeister Uwe Sievers (SPD) war darüber sehr verärgert, zumal die BV die Verzögerungen der Verwaltung schon öfter moniert habe. Sievers bat Sandt, die Verwaltung zu bitten, die 14-Tage-Frist einzuhalten. Der will die Problematik beim nächsten Treffen aller zehn Bezirksverwaltungschefs besprechen. Allerdings, so erklärte Sandt im RP-Gespräch, habe eine Antwort zum Thema Schultüte als Fax in der Bezirksverwaltungsstelle gelegen, als er am Abend von der Sitzung zurückkam. Mauersberger fordert nun: Antworten der Verwaltung müssen spätestens eine Stunde vor Sitzungsbeginn vorliegen.

(wa.)
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