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Garath/Hellerhof
Lastenfahrrad nimmt Café huckepack

Garath/Hellerhof. Die Stadtbezirkskonferenz Senioren hat die nötigen finanziellen Mitteln zusammenbekommen, um ein E-Lastenfahrrad anzuschaffen, mit dem ein mobiles Café transportiert werden soll. Das Gefährt kostet 7900 Euro. Von Maximilian Krone

Wer im Spätsommer durch Garath oder Hellerhof fahren wird, der wird womöglich einem Lastenfahrrad, bepackt mit einem Café begegnen. Die finanziellen Mittel für den Kauf des E-Bikes stehen jetzt jedenfalls bereit. Mit dem Gefährt sollen zukünftig Aufbauten zu verschiedenen Stadtteil-Veranstaltungen, wie einem mobilen Café, transportiert werden. "Wir wollen dies im Laufe des Sommers in Garath und Hellerhof ausprobieren. Starten werden wir voraussichtlich im August nach den Sommerferien", sagt Hedwig Claes, Leiterin des "Zentrum plus" der Diakonie in Garath.

Die Idee, die dahinter steckt, ist relativ einfach. Mit dem batteriebetriebenen Lastenfahrrad werden Klapptische und Klappstühle zu verschiedenen Plätzen im Stadtteil gefahren und dort dann zu einem Café aufgebaut. Beispiele für diese Art von Cafés und Transporte gibt es in Deutschland bereits einige. An Städten wie Berlin zeige sich, dass sich ein solches Lastenfahrrad besonders gut für Transporte auf kurzen Strecken eigne.

Das Projekt, das großen Zuspruch besonders bei Senioren findet, ist jedoch Ergebnis eines negativen Trends. Denn aufgrund des Generationenwandels im Stadtteil nimmt das ehrenamtliche Engagement im klassischen Sinne mehr und mehr ab. Die Stadtbezirkskonferenz Senioren (SBK), eine Einrichtung zur Vernetzung der Zentren plus mit weiteren Akteuren der Seniorenarbeit im Stadtteil, hat sich daher mit alternativen Formen des bürgerschaftlichen Engagements befasst. Ein Ergebnis ist das mobile Café.

Neben dieser Idee überlegen die Initiatoren auch die Einrichtung eines Treppenhaus-Cafés mit dem Namen "Auf halber Treppe". Diese Idee basiere laut Hedwig Claes auf Anfragen mehrerer Bürger und soll ebenfalls den nachbarschaftlichen Austausch fördern.

Erste Erfahrungen mit einem dem Lastenfahrrad ähnlichen Gefährt hat die SBK bereits im vergangenen Jahr gemacht. "Durch eine Schenkung konnte bei Veranstaltungen ein Planwagen eingesetzt werden, der ein echter Blickfang war. Leider ist er inzwischen nicht mehr verkehrstüchtig. Daher haben wir nach Alternativen Ausschau gehalten", sagt Hedwig Claes.

Das Problem der Finanzierung, konnte inzwischen ausgeräumt werden. Das 7900 Euro teure Lastenfahrrad wird je zur Hälfte von der Stadtsparkasse Düsseldorf und aus Mitteln der Bezirksvertretung (BV) 10 bezahlt. "Da für die Anschaffung eines solchen Lastenfahrrads keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen und stadtspezifische Gelder für die Seniorenarbeit für ein solches Projekt nicht verwendet werden dürfen, haben die Mitglieder der SBK beschlossen, die Stadtsparkasse um Unterstützung zu bitten", sagt Hedwig Claes. Die BV hat in ihrer Sitzung am Dienstag der Auszahlung des Geldes einstimmig zugestimmt. Damit steht dem Kauf nichts mehr im Wege.

Neben den ersten mobilen Cafés im August ist für den Herbst bereits das nächste Projekt mit dem Lastenfahrrad geplant. "Dann wollen wir in Hellerhof eine Obsttauschbörse veranstalten, bei der das Fahrrad wieder zum Einsatz kommen soll", sagt Claes.

Quelle: RP
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