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Garath
Mauersberger kritisiert die Umsetzung von Garath 2.0

Garath. Große Bedenken hatten die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) 10 (Garath/Hellerhof), als die Verwaltung in der September-Sitzung das geplante Quartiersmanagement vorstellte. Es ist eines der dringlichsten Vorhaben beim Projekt Garath 2.0. Zwar nahm die BV die Vorlage zur Kenntnis, gab aber zahlreiche Kritikpunkte zu Protokoll, die den Mitgliedern des Planungs- sowie des Haupt- und Finanzausschusses vorliegen. So kritisiert die BV die Dauer und Umsetzung, konkret das Quartiersmanagement. Von Birgit Wanninger

Bezirksverwaltungschef Uwe Sandt hatte die Kritikpunkte aufgelistet und sofort weitergeleitet. "Nur das Planungsamt hat darauf nicht reagiert", sagt CDU-Ratsherr und stellvertretender Bezirksbürgermeister Klaus Mauersberger verärgert. Er wartet noch immer auf Antwort. Mit Bauchschmerzen werde er der Vorlage "Quartiersmanagement" am Donnerstag im Rat zustimmen, weil es Fördermittel in Höhe von mehreren hunderttausend Euro geben soll. Seines Erachtens könne es nicht sein, dass es "Gespräche am laufenden Band, Runde Tische, diffuse Vorlagen zum Thema Garath 2.0 gibt und bisher nichts umgesetzt wurde", sagt Mauersberger. Der Schnellbus zur Uni, Parcouring und die Dreifach-Turnhalle am Kobi seien lange vorher beschlossen worden, und jetzt werde alles auf die Fahnen von 2.0 geschrieben. Das gelte auch für die Bürgerwiese. Die wurde mit 100.000 Euro geplant und umgebaut und sei fast wieder in dem gleichen Zustand wie vorher. Das sei rausgeschmissenes Geld gewesen, Geld, das man besser den Vereinen hätte zugute kommen lassen.

Das Quartiersmanagement ist eine der Maßnahmen von 2.0. Es sollte schnellstmöglich die Arbeit aufnehmen. So hatte es der Rat im April beschlossen. Nach Ansicht von Mauersberger müsste es 2018 seine Arbeit aufnehmen. Gleiches gelte für das Citymanagement. "Darüber gibt es noch keine Aussage der Verwaltung", erklärt der Ratsherr.

Es gebe keine konkreten Angaben, wie ein Quartiersmanagement aussehen soll oder welche Aufgabenbereiche es habe. Fest steht nur, dass es eine europaweite Ausschreibung geben soll. Garath mit Holthausen oder Flingern zu vergleichen, wie vom Planungsamt getan, geht nach Ansicht von Mauersberger nicht. "Flingern ist ein Szenestadtteil mit vielen jungen Bewohner und Kneipen." Garath müsse sich erst entwickeln und und verjüngen. Doch die Zeit drängt. Immer mehr Geschäfte schließen im Hauptzentrum. "Da muss angesetzt werden, damit das Kind nicht in den Brunnen fällt wie in Nord-West", sagt Mauersberger, "Dort haben wir viel zu lange mit dem Umbau gewartet. Jetzt stehen die Läden leer." Deshalb müsse das Quartiersmanagement sofort umgesetzt werden - notfalls ohne Fördermittel.

Quelle: RP
 
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