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Garath
Pächterwechsel im Hotel Achteck

Garath. Sechs Jahre hat Dujo Babic Hotel und Gastronomie geführt. Gestern übergab er die Schlüssel an seinen Nachfolger. Von Andrea Röhrig

Das Ende kam für die Garather völlig überraschend: Bereits seit Dienstag vergangener Woche ist das mitten in der Fußgängerzone liegende Hotel Achteck mit seiner integrierten Gastronomie geschlossen. Pächter Dujo Babic hat nach sechs Jahren das Handtuch geworfen. Wie er sagt, aber nur aus einem einzigen Grund: "Ich hatte am Anfang einen Vertrag mit einer fünfjährigen Laufzeit." Da gehörte die Immobilie noch in das Portfolio der "Allianz Lebensversicherungen" und wurde von der Allianz Real Estate betreut.

Doch die hat das Hotel mit seiner ungewöhnlichen Form inzwischen an einen Privatmann verkauft. Dieser habe ihm nach dem Ende des fünfjährigen Pachtvertrages, den er noch mit der Allianz abgeschlossen hatte, nur noch Ein-Jahres-Verträge angeboten, sagt Babic. Für das erste Jahr habe er das noch angenommen, dann aber festgestellt, dass er mit einer so kurzfristigen Bindung nicht vernünftig planen könne: "Sie können ja nicht einmal im Voraus Termine annehmen." Und so habe er den Vertrag zum 31. Juli auslaufen lassen. Wie seine Zukunft aussieht, kann Dujo Babic noch nicht sagen, aber er ist sich sicher, dass er etwas Anderes finden werde. Der Kölner Gastronom hatte die Hotelgaststätte im Sommer 2010 übernommen - zuvor hatte sie über acht Monate leer gestanden.

Wie es im Achteck weitergeht, weiß er hingegen ganz genau. Denn sein Nachfolger ist bereits gefunden. Gestern Nachmittag gab es im Hotel eine Übergabe. Bis in den frühen Abend wurden dabei Details besprochen. "Ich hatte zugesichert, dass ich den neuen Pächter am Anfang unterstütze", sagte Babic im Gespräch mit unserer Redaktion. Der neue Pächter wolle bereits in wenigen Tagen Hotel und Gastronomie wieder aufmachen, heißt es.

1968 wurde das Drei-Sterne-Hotel an der Emil-Barth-Straße von der "Allianz Immobilie" erbaut und ein Jahr später eröffnet. 40 Jahre später wurde das Haus mit seinen 14 Einzel- und Doppelzimmern umfänglich renoviert. Das Restaurant, in dem es drei Kegelbahnen gibt, hat Platz für 70 Gäste. Die Außengastronomie hat sogar 120 Sitzplätze; bei schönem Wetter wird sie von Garathern gut genutzt.

Zuletzt hatte die Stadt - seit Juli 2015 - über mehrere Monate in dem Hotel 35 Flüchtlinge untergebracht. Diese lebten zuvor in der Schule Borbecker Straße, die die Stadt leerziehen wollte, weil man sie für nicht geeignet zur Unterbringung von Menschen gehalten hat.

Quelle: RP
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