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Garath
Pläne für Umbau der Gesamtschule

Garath. In der Sondersitzung der Bezirksvertretung stellte die Verwaltung die Pläne des 24 Millionen Euro teuren Projekts vor. Baubeginn an der Stettiner Straße könnte schon Anfang nächsten Jahres sein. Von Birgit Wanninger

Sie ist eines der Prestigeprojekte beim Projekt Garath 2.0: die im vergangenen Sommer gegründete Gesamtschule an der Stettiner Straße, die Schritt für Schritt die dortige Hauptschule, die Fritz-Henkel-Schule, ersetzen soll. Da die derzeitigen Gebäude für die Unterbringung einer vierzügigen Gesamtschule nicht ausreichen, müssen zusätzliche Räume durch Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen geschaffen werden. Und dies, obwohl die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr gering sind.

Die Pläne dazu stellte Heinrich Labbert vom Schulverwaltungsamt in einer Sondersitzung der Bezirksvertretung 10 vor. Grund für die Sondersitzung, bei der die Stadtteilpolitiker die Pläne zustimmend zur Kenntnis nahmen: Die Zeit drängt. Schon in der Sitzung des Stadtrats am 18. Mai, soll das Ganze auf den Weg gebracht werden, und die nächste Bezirksausschusssitzung findet erst Ende Mai statt.

Nach dem Umbau soll der Gebäude-Komplex 900 Schülern in 36 Klassenzimmer Platz bieten, . Unter anderem sind neun zusätzliche naturwissenschaftliche Räume wie Labore für den Chemie-, Physik und Biologie-Unterricht geplant. Denn, wie bisher bei der Fritz-Henkel-Schule, wird die Schule den MINT-Schwerpunkt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) aufnehmen.

Da die Gesamtschule an der Stettiner Straße als Ganztagsschule geführt wird, ist der Bau einer Mensa geplant, und zwar mit eigener Küche, in der das Essen zubereitet wird. Darüber hinaus soll es eine Zweifach-Sporthalle geben.

Diese Pläne stellte Bauingenieur Labbert den Stadtteilpolitikern vor. Da die Gymnastikhalle und die Hausmeisterwohnung baufällig sind, werden sie abgerissen. Der Sportplatz wiederum soll erhalten bleiben, und auch die übrigen Gebäude werden nicht angefasst, nur umgebaut, erläuterte der Fachmann. Unter anderem ist eine neue Eingangshalle geplant, denn die jetzige ist nicht gerade ein Vorzeigemodell. Außerdem wird sie nicht genutzt und ist fast immer abgeschlossen. Die Schüler gelangen über den Lehrerparkplatz ins Gebäude. Das derzeitige Verwaltungsgebäude, so sehen es die Pläne vor, wird ebenfalls umgebaut.

Die Mensa soll an die derzeitige Aula angrenzen. Die Aula bekommt Flügeltüren, so dass im Bedarfsfall beide Räume miteinander verbunden werden können. Ein Umbau der Aula sei aber nicht möglich, sagte Labbert. Das Lehrerzimmer gehört der Vergangenheit an, vielmehr soll es stattdessen kleine Lehrerzimmer, sogenannte Teambüros geben. Auch sollen im künftigen Neubau Räume errichtet werden, unter anderem für die Berufsorientierung, Schulsozialräume, für die Schülervertretung und Streitschlichter.

Selbstverständlich versprach Labbert, wesentlich mehr Parkplätze und vor allem mehr und komfortablere Fahrradständer zu errichten. Kosten für den gesamten Schulumnau: rund 24 Millionen Euro.

Wenn die einzelnen Gremien und der Rat den Plänen und der Finanzierung durch ein Mietmodel des "Immobilen Projekt Management Düsseldorf" (IPM) zustimmt - mit der Option, die Schule zu einem späteren Zeitpunkt zu erwerben, könnte mit dem Bau und Umbau im ersten Quartal des nächsten Jahres begonnen werden. Fertigstellung wäre nach Angaben von Labbert im zweiten Quartal 2020.

Klaus Mauersberger (CDU) lobte die Darstellung und Christiane Sieghart-Edel (SPD) war beeindruckt von den Plänen. Dem konnte Heinrich Labbert zustimmen. Er habe 16 Schulen geplant, aber keine sei so gut ausgestattet wie demnächst die Gesamtschule Stettiner Straße.

Quelle: RP
 
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