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Garath
Rattenplage auf dem GSV-Gelände

Garath. Auf der Bezirkssportanlage huschen die Nager durchs Grün. Sie haben Unterschlupf in den dichten, hohen Hecken gefunden. Dort liegen immer wieder weggeworfene Lebensmittel. Von Birgit Wanninger

Erst waren es die Tauben im Garather Hauptzentrum, jetzt sind es die Ratten auf der Bezirkssportanlage des Garather SV. Sie befinden sich nicht nur zwischen den enorm hochgewachsenen Sträuchern, die die Sportanlage von Bürgersteig und Fahrradweg trennen. Inzwischen huschen de Ratten auch über die gesamte Anlage - selbst wenn Spiele ausgetragen werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben sie schon gesehen. Denn die Ratten sind schnell und rasen übers Gelände.

"Das Problem begleitet uns immer wieder", sagt Frank Muschalla, stellvertretender Vorsitzender des Garather SV. Und es sei sehr unangenehm, wenn die Nager plötzlich über die Anlage liefen. Er habe schon das Gartenamt angeschrieben und sich mit der Bezirksverwaltungsstelle in Kontakt gesetzt. Doch bisher sei nicht geschehen.

Dabei könnte sich Muschalla vorstellen, dass das Problem in den Griff zu bekommen wäre, wenn die Hecken regelmäßig geschnitten würden. Am liebsten wäre es ihm sogar, die Hecken durch Rasen zu ersetzen. Denn dann hätten die Ratten keinen Unterschlupf mehr.

Diesen Vorschlag hat der GSV-Vize auch dem Gartenamt vorgetragen, aber nichts sei passiert, bedauert er. "Meine Vorschläge blieben ungehört", sagt er. Inzwischen haben Mitglieder sogar selbst Heckenscheren in die Hand genommen und den fast zwei Meter hohen Feuerdorn gestutzt. Deren Früchte sind leicht giftig. "Schon wegen der Kinder haben wir den Feuerdorn gestutzt", erklärt Muschalla.

In den Hecken, die das Gelände der Bezirksanlage umsäumen, befindet sich zahlreicher Müll, vor allem weggeschmissene Lebensmittel wie Pausenbrote. Die sind für die Ratten ein gefundenes Fressen. Wahrscheinlich schmissen Kinder und Jugendliche der benachbarten Schulen (Gymnasium an der Koblenzer Straße und Theodor-Litt-Realschule) ihre Essensreste in die Hecken. Das sei aber nur eine Vermutung, sagt Muschalla.

Dass Ratten gerade in der Nähe von Schulen lebten, sei kein Einzelfall, bestätigt auch ein Stadtsprecher. "Die Tiere merken sich, dass sie dort leicht an Futter kommen. Wenn Müll- und Lebensmittelreste ins Gebüsch geworfen werden, werden sie dadurch angelockt", heißt es beim Presseamt.

Das Sportamt, zuständig für die Bezirkssportanlage ist inzwischen informiert und will einen Kammerjäger beauftragen, um so schnell wie möglich die Rattenplage in den Griff zu bekommen.

Quelle: RP
 
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