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Garath
Schüler zeigen bunte Vielfalt

Garath. Beim Projekt "Vielfalt: frisch gestrichen" präsentierte Schuldezernent Burkhard Hintzsche gestern die Sieger. Die Bilder der Garather Schulen sollen im Einkaufszentrum an die Wand gebracht werden. Von Birgit Wanninger

An der hinteren Seite des Einkaufszentrums in Garath hängen drei bunte Gemälde. Sie sind echte Hingucker und jeweils zwei mal drei Meter groß. Noch sind es nur Folien, die dort hängen. Doch in dieser Größe sollen die drei Bilder an die Wand gemalt werden. "Wahrscheinlich im Juni oder Juli", sagt Jörg Geelen, einer der Initiatoren des Projekts "Vielfalt: frisch gestrichen".

31 Schulen haben sich an dem Wettbewerb, in dem immer ein Radschläger zu sehen sein musste, beteiligt. Ziel ist es, Fassaden, Mauern, Säulen, Simsen und Ecken im Stadtgebiet damit zu verschönern. Es gab drei Sieger, die gestern Schuldezenent Burkhard Hintzsche vor mehr als 150 beteiligten Schülern und zahlreichen Pädagogen im Garather Hauptzentrum vorstellte. Mit Musikproduzent Dieter Falk und Josef Hinkel bildete er die Jury. Falk entschied sich für das Bild der zehnjährigen Amira von der Alfred-Herrhausen-Schule. Das farbenfrohe Gemälde hatten schon ihre Schulkameraden zum besten der Schule gekürt und es an die Jury gesandt. Jetzt soll Amiras Motiv künftig an den Fassaden im Einkaufszentrum zu sehen sein. Das überdimensionale Folien-Plakat bekommt einen besonderen Platz in der Schule.

Das Werk der Schule am Volksgarten ist ein Relief aus bunten Steinen, in der ein Radschläger gut sichtbar ist. Entworfen und hergestellt hat es die Klasse 6a unter Leitung von Michael Lindecke-Schröder. Für ein Jahr stellt Bäckermeister Hinkel das Werk in seinem Geschäft in der Altstadt aus. "Gut sichtbar, damit es auch alle sehen können", betont er.

Hintzsches Favorit kommt von der Kurt-Schwitters-Schule aus Gerresheim und zeigt eine Wand mit Kreisen. Davor schlägt die 17-jährige Selina Hartzsch ein Rad. Es ist eine Fotomontage. Wer das Original sehen möchte, muss schon zum Burgplatz 20 kommen. "Denn das Bild hängt vorerst in meinem Büro", erklärte Hintzsche den Anwesenden. Er überreichte allen Siegern, eine Kopie ihres Bildes im DIN A-1-Format. Doch eigentlich gab es gestern mehr als nur drei Sieger. Denn alle waren Gewinner: Sie hatten die Unterschiedlichkeit und damit auch die Vielfalt von Menschen widergespiegelt, wie Hintzsche betonte. Und die Bilder zeigen auch ein buntes Miteinander. Außerdem seien sie, so der Schuldezernent, ein gutes Beispiel für gelebte Inklusion. Denn das Projekt ging ursprünglich auf eine Initiative der Düsseldorfer Förderschulen und dem Verein "Brücke 2000" zurück. Inzwischen haben sich alle Schulformen daran beteiligt.

Und es soll weitergehen. "Düsseldorf hat viele freie Flächen", sagt Mitinitiator Jörg Geelen, der weiter Flächen sucht. Ein Anfang ist gemacht. Neben dem Bild der Herrhausen-Schule werden auch die der Willi-Fährmann- und der GGS-Stegerwald-Straße bald im Hauptzentrum zu sehen sein.

Quelle: RP
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