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Garath
Schulkonferenz sagt Ja zur Gesamtschule

Garath. Der Beschluss fiel am Montagabend einstimmig. Die Verwaltung will jetzt mit diesem Standortvorschlag für eine Gesamtschule in den Schulausschuss gehen. Die Bezirksvertretung 10 durfte gestern nicht zum Thema beraten. Von Andrea Röhrig und Birgit Wanninger

Das Votum der Schulkonferenz der Garather Fritz-Henkel-Hauptschule ist eindeutig: Einstimmig und nach nur kurzer Beratungszeit stimmten Lehrer, Schüler und Eltern am Montagabend dafür, dass aus ihrer Schule eine Gesamtschule werden soll. Schulleiterin Maria Karrenbrock freute sich im Gespräch mit unserer Zeitung darüber, dass es in der Abstimmung keine einzige Enthaltung gab. Einige Eltern hätten lediglich bedauert, dass wohl nicht schon ihre Kinder die Möglichkeit haben werden, mit dem Schulformwechsel zur Gesamtschule zu wechseln.

Karrenbrock geht davon aus, dass bereits in der Schulausschusssitzung kommende Woche Dienstag die Politik den entsprechenden Beschluss fällt. Vergangenen Freitag hatte die Leiterin des Schulverwaltungsamtes der Politik per Mail mitgeteilt, dass die Verwaltung derzeit an einem Ersatzvorschlag zur Benrather Hauptschule arbeite.

Auch wenn am Dienstag bereits der Schulausschuss tagt; der Stadtrat stimmt erst in seiner Sitzung am 5. November ab. Vorab könnte die Schulformumwandlung dann auch nochmal Thema in der Bezirksvertretung 10 sein. Deren Mitglieder hatten eigentlich in ihrer gestrigen Sitzung darüber diskutieren wollen. Allerdings sah der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, Uwe Sandt, mit Blick in die Gemeindeordnung den zunächst angestrebten Dringlichkeitsbeschluss wegen der inzwischen fehlenden Dringlichkeit als nicht mehr gegeben an. Das begründet Sandt mit dem Umstand, dass die schulorganisatorische Maßnahme im Stadtbezirk 9 - die Schließung der Hauptschule Melanchthonstraße - im Schulausschuss kein Thema mehr sein wird. Die Verwaltung hatte diesen Vorschlag am Freitag zurückgezogen.

Schuldezernent Burkhard Hintzsche zeigte sich gestern erfreut über das einstimmige Votum der Schulkonferenz. Dieses nehme die Verwaltung zum Anlass, dem Schulausschuss die Umwandlung der Garather Hauptschule in eine Gesamtschule vorzuschlagen. Damit, so Hintzsche, könne auch sichergestellt werden, dass es künftig sowohl Gymnasial- als auch Hauptschulplätze im Stadtbezirk 10 gebe. Im Stadtbezirk 10 gibt es bis dato keine Schule, an der man das Abitur machen kann. Bislang deckte dieses das Gymnasium an der Koblenzer Straße ab, das an der Grenze zwischen Urdenbach und Garath liegt.

Bereits im Februar 2012 hatte die Schulleitung der Henkelschule nach einem ebenfalls positiven Votum der Schulkonferenz den Antrag gestellt, sich in eine Sekundarschule umwandeln zu können. Diese neue Schulform entstand als Kompromiss zwischen der rot-grünen Landesregierung und der CDU. Dabei wird die Haupt- und Realschule vereinigt. Durch eine Kooperation mit einer weiterführenden Schule muss die Möglichkeit bestehen, das Abitur zu machen. In Flingern wurde die Montessori-Hauptschule 2014 in eine Sekundarschule umgewandelt, inzwischen ist auch sie eine Gesamtschule.

Für Maria Karrenbrock gab es nach eigener Aussage keine Alternative zu diesem Entschluss. Sie ist davon überzeugt, dass es der Hauptschule bei der Präferenz der SPD für die Schulform Gesamtschule künftig an Schülern mangeln wird. Einem möglichen Schließungsbeschluss wegen zu weniger Anmeldungen - 18 Schüler für eine Eingangsklasse sind derzeit das Minimum - ist die Fritz-Henkel-Schule damit zuvorgekommen.

Quelle: RP
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