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Garath
Siebenkämpferin Everts Ehrenmitglied

Garath. Der Garather Sportverein lud zum Festakt anlässlich seines 50-jährigen Bestehens. Damit sind die Feierlichkeiten, die es das ganze Jahr über gab, jetzt zu Ende gegangen. Von Birgit Wanninger

Es ist heute genau 32 Jahre, drei Monate und acht Tage her, da gewann Sabine Everts bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die Bronzemedaille im Siebenkampf. Ihre ersten sportlichen Meriten erlangte sie für den Garather SV, und der ernannte sie am Mittwoch zum Ehrenmitglied.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Sportvereins hatte der Vorstand zum Festakt in die Freizeitstätte geladen. Es war die letzte Veranstaltung in diesem Jahr, um den den runden Geburtstag feiern. Dazu waren rund 150 geladene Gäste erschienen.

So ließ GSV-Vorsitzender Peter Heinen noch einmal die Festlichkeiten Revue passieren. Wichtige Termine wie das Fußball-Turnier im Januar oder das Jugendturnier im Mai. Wichtig für alle war die Ehrung des verstorbenen Gründungsmitglied Hartmut Fischer, für den der Verein eine Gedenktafel errichtete. Mit den rund 1000 Vereinsmitglieder wurde das Sommerfest im Juli gefeiert - leider im Regen. Und jetzt zum Abschluss der Festakt. Der konnte allerdings erst zwei Tage nach der offiziellen Gründung des Vereins 1966 gefeiert werden, weil am 7. November, dem Gründungstag, der Arena-Saal belegt war.

Und es waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung gekommen. Selbst Oberbürgermeister Thomas Geisel ließ es sich nicht nehmen, noch zu später Stunde, nach einem Termin in Lichtenbroich, zu erscheinen.

Der Überraschungsgast aber war aber Sabine Everts, heute Thomaskamp. So heißt sie seit ihrer Eheschließung. Die Mutter zweier Söhne ist Lehrerin und wohnt in Leverkusen, augewachsen ist sie in Garath. Gerne sei sie in die Freizeitstätte nach Garath gekommen. Und Peter Heinen machte es spannend, als er sie vorstellte. Er hätte es sich vor mehr als 30 Jahren nicht träumen lassen, einmal Vorsitzender des Vereins zu werden, der für die heute 55-Jährige ihr Ursprungsverein war.

Der pensionierte Platzwart Peter Kubitzky erinnert sich noch gut an die junge Sabine. "Kugelstoßen hat sie immer fleißig geübt", sagt er lachend. Heinen präsentierte Fotos von damals, von den Wettkämpfen, aber auch eine Briefmarke aus Paraguay, die das Konterfei der Sportlerin zeigt. Dabei vergaß der Vorsitzende nicht zu erwähnen, dass in der Leichtathletik schon ein Jahr nach dem Gewinn der Bronzemedaille die Regularien geändert wurden und man im Siebenkampf die Punkte anderes in den einzelnen Disziplinen vergibt. Nach diesen Richtlinien, die übrigens heute noch gültig sind, hätte Sabine Everts, die Goldmedaille mit einem Punkt Vorsprung gewonnen, so lag sie mit 27 Punkten hinter der Olympiasiegerin.

Aber das sei nur eine nette Anekdote, meinte sie. "Ich bedaure das nicht." Eine Vermarktung, wie heute nach Siegen, sei damals auch nicht üblich gewesen.

Nicht nur die ehemaligen Leichtathletin ernannte der GSV zum Ehrenmitglied, sondern auch einen jungen Fußballer: Ihlas Bebou hat von 2004 bis 2009 für den GSV gespielt. Der 22-jährige Fortuna-Spieler konnte die Ehrung nicht persönlich in Empfang nehmen, weil er auf dem Weg nach Togo war, um dort an einem Länderspiel teilzunehmen. Er wolle aber bei nächster Gelegenheit wieder mal bei seinem Heimatverein vorbeischauen, erklärte Heinen. Dafür gab es wiederum viel Applaus - vor allem von der Ersten Mannschaft, die geschlossen mit Trainer Mike Kütbach zum Festakt ihres Vereins erschienen war.

Quelle: RP
 
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