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Garath
SPD: Blaues Lichtband nicht weiterführen

Garath. Für die heutige Sitzung der Bezirksvertretung 10 hat die SPD den Antrag gestellt, das Band in anderer und kostengünstigeren Form fortzuführen. Der Lückenschluss sollte mindestens rund 90 000 Euro kosten. Von Andrea Röhrig

Eigentlich hätte das Blaue Band, das in Garath per LED-Lichtband den Osten mit dem Westen verbindet, einen Eintrag in das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes verdient. In diesem listet der Verein Jahr für Jahr auf, für welche Projekte Steuermittel verpulvert werden: Brücken, die im Nichts enden, kommunale Bauten, die immer teurer werden oder auch der Umzug des Kö-Pavillons.

In dem Buch würde sich auch das Lichtband gut machen, das zum einen streckenmäßig immer noch nicht vollendet ist und zum anderen eher durch die kaputte Technik ins Auge des Betrachters fällt. Nun hat die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung ein Einsehen. Sie hat für das heute tagende Gremium den Antrag gestellt, den Beschluss zur Fortführung des Blauen (Licht-)-Bandes aufzuheben.

2006 wurde mit dem Verlegen des Lichtbandes begonnen. Es war Teil der so genannten Wohnumfeldverbesserung und der Aufwertung des Hauptzentrums und sollte eine illuminierte Brücke zwischen den Stadtteilen im Osten und im Westen Garaths schlagen. Umgesetzt wurde aber kein durchgehendes Band, sondern bislang nur Stückwerk. Entlang der Strecke gibt es inzwischen zuhauf defekte Lichtkörper, zudem hat sich das Band an vielen Stellen aus dem Boden gelöst. Und noch viel wichtiger: Bis heute - also fast zehn Jahre nach dem Beginn der Arbeiten - fehlt immer noch eine 200 Meter lange Strecke.

Doch inzwischen wird auch in der Landeshauptstadt mit spitzer Feder gerechnet. Für so viel Geld ein paar Lämpchen in den Boden einzulassen, passt mit der Haushaltslage und dem Aufruf zum Sparen hinten und vorne nicht mehr zusammen. Das weiß vor allem auch die SPD als größte Fraktion im Stadtrat und größter Partner in der Ampel-Koalition. Rund 90 000 Euro hätte alleine die Fertigstellung des letzten Teilstücks gekostet. Bei der SPD geht man davon aus, dass die Kosten eher noch höher liegen. Knapp die Hälfte hat die BV 10 bereits für dieses Jahr aus ihren Mitteln, über die sie frei verfügen kann, zurückgelegt. Dieses Geld soll nun dazu verwendet werden, das Band in anderer Form fortzuführen, heißt es in dem Antrag der SPD: Die Grundidee, beide Teile Garaths auch symbolisch zu verbinden, solle aber trotzdem erhalten bleiben und deshalb solle das Band einen sinnvollen Abschluss erhalten.

Als Idee bringen die Genossen ein, vergleichbar wie beim "roten Faden" in Hannover eine fluoreszierendes Band zu verlegen. Dieses sei deutlich kostengünstiger und weniger reparaturanfällig.

Quelle: RP
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