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Garath
Trikots des GSV für Schul-Team in Afrika

Garath. Der Vorsitzende des Garather Sportvereins, Peter Heinen, pendelt zurzeit beruflich zwischen Kamerun und Düsseldorf. Von seiner dortigen Wohnung aus blickt er auf einen Sportplatz, wo Fußball mit den einfachsten Mitteln gespielt wird. Von Heinz Lerschmacher

Sauber gewaschen und frisch gebügelt, also versandfertig gemacht, haben Peter Heinen und Oliver Strohfeldt einen gut erhaltenen Trikotsatz des Garather Sportvereins (GSV) vor sich liegen. Der Vereinsvorsitzende Peter Heinen pendelt das ganze Jahr noch beruflich immer wieder zwischen Düsseldorf und Kamerun. Bei einem seiner Heimaturlaube in Garath hatte er die Idee, einen gebrauchten, aber gut erhaltenen Trikotsatz seiner Fußballer an eine Mannschaft in Duoala weiterzugeben.

Vorerst aber einmal auf seine berufliche Herausforderung in Kamerun angesprochen, antwortet Heinen: "Die meisten afrikanischen Länder leiden unter Korruption. Darum hinkt die Entwicklung dieser Länder, gemessen am europäischen Industriestandard, weit hinterher. So liegt Kamerun im internationalen Vergleich auf Platz 146 von 178 geprüften Ländern. Deutschland dagegen auf Platz zwölf."

Sein aktueller Auftraggeber, ein norwegisches Unternehmen mit vielen Standorten in Süd- und Zentralafrika, möchte dem entgegenwirken, in dem es das Management mit europäischem Know-how unterstützt und Teile bei Bedarf (im Fall von Korruption) austauscht. "Hierbei habe ich die volle operative Verantwortung für das Unternehmen und seine Mitarbeiter," bemerkt Heinen dazu. Doch sein einjähriger Aufenthalt in Kamerun bestehe nicht nur aus Arbeit, erzählt er.

So nutze er seine arbeitsfreien Wochenenden gerne, um seinen kulturellen Hintergrund über Land und Leute zu erweitern, denn das Land habe viel zu bieten und würde nicht umsonst "Klein Afrika" genannt. So gäbe es nicht enden wollende Bananen-, Papaya-, Kaffee-, Ananas-, Pfeffer-, Kautschuk-, Kokosnuss- und Mangoplantagen im Süden; die Savanne mit Löwen, Tigern, Giraffen und Elefanten wiederum prägen den Norden und in der Mitte des Landes erhebe sich der höchste Berg Zentralafrikas, der Mount Kamerun.

Festgestellt habe er, dass Deutsche in diesem zentralafrikanischen Land sehr hohes Ansehen genießen, was auf die deutsche Kolonialzeit (1884 bis 1919) zurückzuführen sei, sagt der Garather Vereinschef. Die Kontaktaufnahme zu den Menschen dort falle ihm leicht. "So gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft meiner Wohnung einen Sportplatz, auf dem regelmäßig bis zum Einbruch der Dunkelheit für unsere Begriffe in abenteuerlicher Weise und mit einfachsten Mitteln, aber mit großer Begeisterung, Fußball gespielt wird", erzählt Heinen. Dabei sei ihm die Trikot-Idee für eine mit viel Spielfreude trainierende Schulmannschaft aus Douala gekommen.

Dass sich die jungen Fußballer in Kamerun über die Fußball-Trikots riesig freuen werden, davon ist der GSV-Vorsitzende überzeugt. Und dies sieht auch GSV-Hauptsportwart Oliver Strohfeld so, der darum zu den Trikots mit dem Vereinslogo und der Aufschrift "Garather Sportverein 1966" noch gleich zwei neue Fußbälle als Zugabe dazu gelegt hat.

Quelle: RP
 
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