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Garath
Weiterer Markt in Garath geplant

Garath. Wunsch der Händler ist es, nicht nur donnerstags, sondern auch mittwochs zu kommen - dann nach Nord-West. Von Birgit Wanninger

Donnerstag ist bekanntlich Markttag in Garath Süd-West. Und dann ist in dem kleinen Einkaufszentrum an der Ricarda-Huch-Straße richtig 'was los. So war es auch gestern Morgen, als die Kunden Schlange an den Ständen standen und dabei gerne ein Pläuschchen hielten.

Die fünf Marktbeschicker sind mit den Geschäften zufrieden. Die Kunden auch, allerdings äußerten sie gestern gegenüber unserer Zeitung mehrfach den Wunsch, dass der Bäcker auch zu den Öffnungszeiten der anderen kommt und nicht so spät. Gestern kam er erst um 10.30 Uhr. "Da hab' ich meine Einkäufe schon erledigt", sagt Erika Meisen.

Doch der kleine Garather Markt in Nebenzentrum Süd-West hat inzwischen Vorbildcharakter. Da hat die Bürger und Interessengemeinschaft Garath (BIG) unter Federführung von dessen Vorsitzenden Fred Puck etwas Außergewöhnliches auf die Beine gestellt - ohne Mithilfe des zuständigen städtischen Marktamtes. Puck hat den Metzger, den Bäcker und und die Gemüse-Frau organisiert.

Letzter im Bunde der Fünf ist der Blumenhändler Frank Stein aus Leverkusen, der dem Markt mit seinen Schnittblumen und Balkonpflanzen ein farbenprächtiges Ambiente gibt. Den Blumenhändler hat allerdings nicht Fred Puck angesprochen, sondern Fischhändler Max Schaufenberg. Er ist der Pionier auf dem Garather Markt, stand dort jahrelang allein. Schaufenberg ist zufrieden mit Markt. "Seit die anderen da sind, profitieren wir alle voneinander", sagt er. Das Geschäft sei im vergangenen Jahr einfach besser geworden, fügt er hinzu.

Inzwischen sind die Marktbeschicker eine eingeschworene Gemeinschaft, die schon weitere Pläne schmiedet. Für den 31. August planen sie ein Marktfest im Einkaufszentrum Süd-West.

Um mehr noch: Die Händler wollen einen weiteren Markttag in Garath ins Leben rufen, und zwar im Zentrum Nord-West an der Josef-Kleesattel-Straße. Dort ist vor zwei Jahren für mehr als 500.000 Euro das Zentrum umgestaltet worden. Optisch hübsch anzusehen, sind viele Geschäfte inzwischen geschlossen. Es herrscht dort gähnende Leere und die Nahversorgung ist nicht gesichert. Die Marktbeschicker haben sich die Lokalitäten angeschaut und könnten sich vorstellen, dort mittwochs mit ihren Ständen zu stehen. "Erst einmal testweise", sagt Obsthändlerin Karin van der Varst.

Auch Fred Puck von der BIG, der gestern auf dem Markt war, ist von der Idee angetan, bremste aber die Marktbeschicker. "Das müsse mit der Bezirksverwaltungsstelle und den Stadtteilpolitikern abgesprochen werden", meint er und verspricht, sich der Sache anzunehmen. Puck ist die Nahversorgung im Stadtteil wichtig. Denn als im Juni 2015 der Edeka-Laden schloss, war die Aufregung im Süd-West groß. Mit Puck an der Spitze, aber auch mit Stadtteilpolitikern und mit Unterstützung der Bezirksverwaltungsstelle wurde nach Lösungen gesucht. Puck zeigt sichern optimistisch, dass auch in Sachen Klettsattel-Straße eine Lösung gefunden wird. "Der Mittwoch wäre ideal, zumal Dienstag und Freitag feste Markttage im Hauptzentrum sind", sagt er.

Quelle: RP
 
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