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Garath/Hellerhof
Wildverkauf am Schloss Garath

Garath/Hellerhof: Wildverkauf am Schloss Garath
Dannkwart von Dörnberg in seinem zusätzlichen Beruf als Wildhändler. Hier schweißt er gerade das Fleisch ein. FOTO: Anne Orthenr
Garath/Hellerhof. Verwalter Dankwart von Dörnberg muss Wildschweine und Rehe im Garather Forst erlegen. Das Fleisch bietet er jetzt zum Verkauf an. Von Birgit Wanninger

Dankwart von Dörnberg ist mit Herz und Seele Förster. Sein Revier, das ist der Garather Forst. Aber er ist auch ein guter Kaufmann. Er verkauft Holz, in der Adventszeit Tannenbäume, und jetzt ist der Jäger auch noch unter die Wildverkäufer gegangen.

Ab sofort gibt es bei ihm Keule und Rücken vom Wildschwein oder Reh und Wildgulasch. Dafür hat der 55-Jährige eines der kleinen Gebäude gegenüber der Stallungen umgerüstet und mit einem Kühlhaus, einem Zerwirkraum (in dem das Fleisch verarbeitet wird) und einem kleinen Verkaufsraum versehen.

Im Garather Forst gibt es vorwiegend Wildschweine und Rehe - und etwas Damwild. "Damit der Wald und seine Flächen biologisch gesund gehalten werden, legt die Behörde jedes Jahr fest, wie viele Tiere erlegt werden müssen", sagt von Dörnberg. Sein Revier sei für ihn schon etwas Besonderes. Und mit einer Größe von 280 Hektar habe es eine überschaubare Größe. Allerdings vermehren sich die Wildschweine rasant; deshalb müsse die Population unter Kontrolle gehalten werden, "sonst verwüsten die uns das ganze Gebiet", erklärt der Förster.

Die Rehe wiederum seien Feinschmecker. Wenn es Buchen- und Eichensamen gebe, ließen sie Gräser und andere Triebe links liegen. "Die Eichenknospen schmecken ihnen einfach besser. Aber wir müssen für den Fortbestand des Waldes auch diese jungen, wertvollen Triebe schützen.", sagt der Forstverwalter und geht deshalb auf die Jagd. Das macht er in Intervallen an bestimmten Tagen.

Und dann stellte er sich die Frage: Wohin mit dem Fleisch? Bis ihm die Idee der Direktvermarktung kam. Mindestens zwei Tage muss das erlegte Wild abhängen. In der Zeit werden auch Proben entnommen, die das Veterinäramt prüft - schließlich muss alles seine Ordnung haben.

Wenn das Fleisch abgehangen und genehmigt ist, wird es proportioniert und eingeschweißt, eingefroren oder direkt verkauft. 16 Euro kostet ein Kilo vom Wildschwein-Keule, 22 das Kilo beim Rücken und 13 Euro der Gulasch. "Beim Reh legen wir noch mal 20 Prozent drauf", sagt der Wildfachmann.

Geregelte Öffnungszeiten gibt es bei ihm nicht.  "Einfach klingeln und vorbei kommen", meint er. Zu erreichen ist es bei der Forstverwaltung Schlosshof Garath, Garather Schlossallee 22, Telefon 0211-704344, Fax: 7021067, mobil: 0172 2478656 E-Mail: schlosshofgarath@web.de.

Quelle: RP
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