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Garath
Zentrum für SOS-Kinderdorf wird gebaut

Garath: Zentrum für SOS-Kinderdorf wird gebaut
So soll das künftige Zentrum aussehen: Rechts das Mehrgenerationenhaus, links das Beratungszentrum, im Hintergrund die Kita. FOTO: Kresing
Garath. Die Bauarbeiten für das geplante Zentrum in Garath Süd-Ost haben begonnen. Momentan wird der Spielplatz abgerissen, der durch einen neuen ersetzt werden soll. Im Sommer 2019 soll das Zentrum bezugsfertig sein. Von Birgit Wanninger

Eine rege Bautätigkeit herrscht im Garather Süden. Vergangene Woche startete die Caritas mit dem Abriss der Hoffnungskirche, um an der Ricarda-Huch-Straße ein modernes Altenheim zu bauen. Auf diesem Gelände hätte SOS Kinderdorf auch gerne gebaut. Doch es kam anders. Die Evangelische Kirchengemeinde verkaufte an die Caritas und SOS suchte ein neues Grundstück für ein Kinderdorf-Zentrum und wurde fündig mit dem Grundstück an der Matthias-Erzberger-Straße.

Seit ein paar Tagen ist die Grünfläche eingezäunt und die ersten Bauarbeiten sind voll im Gange. So mussten vier Bäume weichen. "Die werden selbstverständlich ersetzt", sagt Herbert Stauber, Einrichtungsleiter von SOS-Kinderdorf Düsseldorf. Die Bäume hätten aber noch diesen Monat gefällt werden müssen, weil ab dem 1. März die Vogelbrutzeit beginnt. Stauber: "Ab dann dürfen vorerst keine Bäume mehr gefällt werden." Auch jede Menge Büsche sind abgetragen worden, so dass das Grundstück jetzt frei liegt.

Inzwischen haben auch die Abrissarbeiten auf dem Spielplatz begonnen. Selbstverständlich, so Stauber, wird es dort einen neuen Spielplatz geben - wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind. "Einen Spielplatz, der für alle zugänglich ist", betont er.

Das Zentrum soll in unmittelbarer Nachbarschaft zu den SOS-Büros, dem Familientreff und der Kindertagespflege entstehen. Das Grundstück liegt direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

SOS-Kinderdorf plant unter anderem rechter Hand eine Kindertagesstätte. Sie soll die Kita "123" an der Koblenzer Straße ersetzen. Neben dem Kita-Standort für 80 Kinder soll auf den rund 2800 Quadratmetern ein soziales Zentrum entstehen - unter anderem mit Elterncafé, Stadtteiltreff "und Mehrzweckräume für die Kooperation beispielsweise mit den Sportvereinen", sagt Stauber.

Das Angebot soll für Menschen jeden Alters und in jeder Lebenssituation sein, erklärt er. Dazu gehört auch ein Pädagogisches Zentrum mit Beratungs- und Informationsangeboten rund um die Themen Familie und Erziehung. Außerdem werden die neuen Räumlichkeiten mehr Platz bieten, um Angebote wie die Krabbel- und Spielgruppen, Yoga für Schwangere, den Senioren-Nachmittag und auch die vielen Angebote für Kinder wie zum Beispiel die Koch- und Kreativwerkstatt noch auszubauen.

Wenn das Ganze bezugsfertig ist, zieht das Mehrgenerationenhaus Hell-Ga ebenfalls um. Diesmal von der Carl-Severing-Straße einfach nur auf die andere Straßenseite. Dort wird es dann auch wieder ein Frühstück und einen täglichen Mittagstisch geben. Das Café soll allen offen stehen, betont Stauber, das gelte übrigens für alle Angebote.

Dem SOS-Chef liegt auch die Nahversorgung im Viertel Garath Süd-Ost am Herzen. Deshalb ist zunächst ein kleiner Laden geplant, der den Bewohnern die Möglichkeit zum Einkaufen bieten soll. Nach dem Vorbild von Garath Süd-West, wo in Eigeninitiative ein Wochenmarkt ohne Unterstützung des städtischen Marktamtes entstanden ist, könnte sich Stauber vorstellen, dass die Marktbeschicker auch einmal in der Woche auf die andere Seite der Frankfurter Straße nach Süd-Ost kämen. Platz sei vorhanden. Immerhin werden für das neue Zentrum zwölf Parkplätze errichtet. Mit der Fertigstellung des SOS-Kinderdorfzentrums rechnet Stauber im Sommer nächsten Jahres. Doch schon an diesem Freitag möchte SOS Kinderdorf alle Interessierten über die geplanten Umbaumaßnahmen im Mehrgenerationenhaus Hell-Ga Infomieren.

Quelle: RP
 
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