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Gerresheim
10.000 Gäste beim deutsch-italienischen Nachbarschaftsfest

Gerresheim: 10.000 Gäste beim deutsch-italienischen Nachbarschaftsfest
Knapp 10.000 Besucher sind zum Fest in die Heyestraße gekommen FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Gerresheim. Entlang der Heyestraße wehen rot-weiß-grüne Wimpel, an den Ständen darunter duftet es nach Pasta und Salsiccia und von der Bühne in der Hatzfeldstraße erklingt "Marina, Marina, Marina".

Für das deutsch-italienische Nachbarschaftsfest steht das untere Gerresheim für einen Tag ganz im Zeichen seiner italienischen Mitbürger; und die helfen fleißig mit: Unter Pavillons bieten 15 Gastronomen von der Heyestraße italienische Spezialitäten an. Andere wie Friseurmeisterin Rosetta Scorpaniti tragen mit einer Frisur-Modenschau zum Programm bei.

Knapp 10.000 Besucher sind zum Fest in die Heyestraße gekommen. Joachim Loos, Veranstalter und erster Vorsitzender des Vereins "Wir! GHS Gemeinschaft Heye Siedlung" freut die Resonanz: "Ich hatte Vorbehalte, dass wir mit 57 Mitgliedern zu klein sind, das Fest zu organisieren. Ich wollte es eigentlich erst im nächsten Jahr veranstalten."

Nachdem die Werbe- und Interessengemeinschaft Gerresheim das jährliche deutsch-italienische Freundschaftsfest nicht mehr veranstalten wollte, wendeten sich viele Gerresheimer an die GHS. Schließlich entschied sich der Verein, ein neues Fest zu organisieren.

Auch Rentnerin Roswitha Döring ist froh, dass die Gerresheimer wieder zusammen feiern: "Es ist hier so ein schönes Miteinander, ganz ohne Zankereien." Für die 73-Jährige gehören die Italiener schon immer zu Gerresheim. Vor allem in den 1960er Jahren waren viele Gastarbeiter aus Italien in den Stadtteil gekommen und sind dort geblieben. "Ich finde das toll! Das ist mal eine ganz andere Kultur", so Döring. "Leider spreche ich kein Italienisch."

Valentino Porcelli aus Gaeta geht es ähnlich, umgekehrt würde er nach eineinhalb Jahren in Gerresheim gern besser Deutsch sprechen: "Ich mag die Deutschen, sie lieben das Leben genauso wie ich. Bei dem Fest können wir deshalb zeigen, dass wir uns alle sehr ähnlich sind." Um ein freundschaftliches Miteinander geht es auch den Organisatoren der GHS. Neben Pasta gibt es daher auch Waffeln und Reibekuchen. So wie es für ein Nachbarschaftsfest typisch ist, bringe jeder etwas mit, erklärt Beate Grandi vom Bistro Terranova: "Das Fest bietet die Chance, dass die Gemeinschaft zusammenwächst, nicht nur Deutsche und Italiener, sondern der ganze Stadtteil." Als Schriftführerin der GHS hat sie den Tag mitorganisiert und ist sicher: "Im nächsten Jahr wird es wieder ein Fest geben."

(ekc)
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