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Gerresheim
Bertastraße wird verkehrsberuhigt

Gerresheim. Nach dem tödlichen Unfall eines 92-jährigen Mannes auf der Bertastraße vor vier Wochen und der anschließenden lautstarken Forderung der Anwohner nach mehr Sicherheit vor ihrer Haustür haben die Politiker in der Bezirksvertretung 7 jetzt gleich mehrere verkehrssichernde Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Situation zu entschärfen. Von Marc Ingel

So soll das von der Stadt bereits eingeführte Tempolimit, das sich bisher lediglich auf den Bereich kurz vor und kurz nach dem Zebrastreifen beschränkt, gemäß einem Antrag der SPD nach Möglichkeit ausgedehnt werden: Tempo 30 in Höhe des Zebrastreifens und der Bushaltestelle Königsbusch, Tempo 40 auf dem Teilstück zwischen Dreher- und Oberlinstraße.

Aus dem Antrag des Linken Wolfram Müller-Gehl wurde in die Beschlussfassung die Anregung übernommen, zusätzlich drei bis vier Bremsschwellen zu installieren, wie man sie etwa von der Rennbahnstraße in Höhe des Wildparks kennt. Das hätte für die Autofahrer einen heilsamen Hallo-Wach-Effekt. Ein Antrag der CDU, die Verwaltung überprüfen zu lassen, ob die Straße nicht mit ausreichend großen Geh- und Radwegen ausgestattet werden könnte, wurde auf Anregung von Bezirksbürgermeister Karsten Kunert vorerst auf Eis gelegt. Eine Ortsbesichtigung solle zunächst Aufschluss darüber geben, ob für derartige Pläne überhaupt genug Platz sei. Bis dahin könne zudem überprüft werden, ob zum Beispiel in allen Fällen die Grundstücksgrenzen im Vergleich zu den Angaben im Katasteramt korrekt verlaufen (Also: Was ist Privateigentum und was gehört eigentlich der Stadt und könnte deshalb einem Gehweg womöglich zugeschlagen werden?) Kunert dazu: "Wenn schon, dann wollen wir daraus nach den Sommerferien auch einen interfraktionellen Erfolgsantrag machen."

Dass die Polizei nach dem Unfall drei Mal die Geschwindigkeit kontrolliert und dabei nicht eine einzige Überschreitung festgestellt habe, konnte Elke Fobbe (SPD) nicht überzeugen: "Das mag nach dem Unfall so gewesen sein, es war aber eben vor der Einrichtung der Tempo-30-Zone. Die Ergebnisse haben daher kaum Aussagekraft." Angelika Penack-Bielor (CDU) kennt sich aus vor Ort, ihre Beobachtungen: "So gut wie kein Autofahrer bremst an dem Zebrastreifen wirklich ab. Und wenn ein Fußgänger den Überweg zur Hälfte hinter sich gelassen hat, brettert der Gegenverkehr schon durch." Andrea Malerba (Grüne) sieht durchaus Möglichkeiten, auf der Bertastraße für ausreichend große Geh- und Radwege zu sorgen. "Notfalls muss man den Kleingärtnern ein bisschen was an Fläche wegnehmen."

Quelle: RP
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