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Gerresheim
"Das Durchhalten hat sich gelohnt"

Gerresheim. Giovanna Kraheck, Vorsitzende des Einzelhändlervereins an der Benderstraße, lobt die Entwicklung nach dem Umbau. Von Marc Ingel

Den Grundstein für das Modeunternehmen legte Mutter Philippina Kraheck vor 30 Jahren an der Goethestraße in Frankfurt. Mit der Geburt von Tochter Giovanna und dem Umzug nach Düsseldorf wurde der Bezug zu Kindermode immer stärker, 1988 eröffnete sie in Erkrath den Kinderladen Linea Giovannina. "Mit fünf Jahren war ich die Namensgeberin", blickt Giovanna Kraheck zurück, die schon während der Schulzeit der Mutter stets zur Hand ging, Bekleidungstechnik in Mönchengladbach studierte und in der Schweiz ihre Diplomarbeit schrieb. In der Familie kam der Wunsch nach einer zweiten Filiale auf, die Wahl fiel auf Gerresheim, die Benderstraße, Hausnummer 15. Der Durchbruch zum leerstehenden Schmuckladen nebenan verschaffte die erwünschte Größe, dass Giovanna Kraheck selbst den Laden übernehmen würde, stand nie in Frage: "Ein inhabergeführtes Geschäft garantiert eine persönliche Handschrift und einen höheren Grad an Identifikation, das spürt der Kunde", erzählt sie. Zehn Jahre liegt die Eröffnung nun zurück.

Inhabergeführte Geschäfte mit echten Alleinstellungsmerkmalen gibt es viele an der Benderstraße. "Bei uns kommt es nicht so auf die Marken an, es ist der Mix, wir haben einen eigenen Stil kreiert", nennt Kraheck selbstbewusst das ihre und bezieht das Team im Laden mit ein. Dennoch hatten alle Einzelhändler während der mehr als zweijährigen Umbauphase der Einkaufstraße zu kämpfen. Jetzt, zwei Monate nach Fertigstellung aller Arbeiten, seien eigentlich alle zufrieden, sagt Kraheck, und sie muss es wissen: Vor zwei Jahren, quasi im Moment der größten Krise, übernahm sie die Leitung des Vereins Benderstraße, in dem die Geschäftsleute organisiert sind. "Ich bin ein positiv denkender Mensch, wollte aktiv werden und habe den Umbau als Herausforderung angesehen", erklärt die 1. Vorsitzende und fügt hinzu: "Das Durchhalten hat sich gelohnt." Die Straße sehe nun einladender aus, vieles sei doch sehr veraltet gewesen. Und auch die neue Parksituation werde von allen gelobt. Parklücken seien eigentlich immer vorhanden, kostenlose dazu, denn es gilt eine Parkscheibenregelung (unten eine Stunde, oben zwei). "Das garantiert eine optimale Fluktuation", sagt Kraheck. Verbesserungspotenzial gebe es natürlich immer, sagt die Geschäftsfrau. Auf der Straße fehle es noch an Leben, "aber das wird ab dem nächsten Frühjahr bestimmt kommen".

Die Grünen bemängeln zudem fehlende Fahrradstellplätze, gerade vor den beiden Supermärkten. Auch das nachlässige Parken, wenn Autos halb auf dem ohnehin schmalen Radweg stehen, müsse aufhören. Der CDU ist der Asphalt auf den Bürgersteigen, der in hohem Maße den Schmutz annehmen würde, ein Dorn im Auge. Herabfallendes Laub zum Beispiel würde sich regelrecht in den Beton drücken und schmutzige Stellen hinterlassen.

Quelle: RP
 
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