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Gerresheim
Das Ringen um Zentimeter an der Benderstraße

Gerresheim: Das Ringen um Zentimeter an der Benderstraße
Andrea Blome, Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement. FOTO: Endermann, Andreas (end)
Gerresheim. Die CDU kritisiert, der neue Bürgersteig sei nicht so breit wie geplant. Die Verwaltung widerspricht. Von Marc Ingel

Rainer Klöpper, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung 7, wollte es ganz genau wissen, denn er hatte einen Verdacht: Von den beschlossenen Vorgaben zum Umbau der Benderstraße gebe es auf der vor der Fertigstellung stehenden Nordseite der Benderstraße gleich mehrere Abweichungen. Tatsächlich habe er dann auch festgestellt, dass die "versprochene" Bürgersteigbreite von 4,20 Meter zum großen Teil nicht eingehalten werde. "Nach meinen Messungen geht sie in einigen Bereichen runter bis auf 3,60 Meter." Klöpper vermutet ungenaue Messungen, da die Häuserfronten auf der Nordseite der Benderstraße nicht in gleichem Abstand zu den Schienen stünden.

Das will Andrea Blome, Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement, so nicht stehenlassen: "Die Gehwegbreite der bereits fast fertiggestellten nördlichen Straßenseite liegt gemäß beschlossener Planung zwischen 3,50 und 4,10 Meter. Es ist richtig, dass die geplante Breite in Teilabschnitten um rund 15 Zentimeter geringer ausfällt. Dies ist darin begründet, dass die Stadtwerke bei der Verlegung der neuen Gas- und Wasserleitungen in die Fahrbahn die abgestimmte und zur Verfügung stehende Ausführungsplanung und die damit einhergehende Querschnittveränderung augenscheinlich nicht in Gänze berücksichtigt haben." Da Armaturen wie Hydranten und Schieber somit in der vorgesehenen Bord- und Rinnsteinflucht gelegen hätten, sei die Verschiebung um eben jene 15 Zentimeter erforderlich gewesen.

Klöpper hatte außerdem gesehen, dass einige Baumscheiben über den Bürgersteig hinaus in den Parkraum hineinreichten. "Dadurch entfallen dringend benötigte Parkplätze. Dabei sollten die Baumscheiben eigentlich in dem breiteren Bürgersteig Platz finden und dadurch weiteren Parkraum schaffen", wundert er sich.

Auch hier widerspricht Blome: "Da nicht alle Bäume auf der Benderstraße gefällt werden mussten, wurden die Baumscheiben der Bestandsbäume aufgrund der Größe des Wurzelwerkes bis an die Fahrbahn herangeführt. Baulich wurde dies genau wie geplant umgesetzt. Parkflächen entfallen dadurch nicht. Alle neu zu pflanzenden Bäume befinden sich innerhalb des neuen Gehweges."

Letzter Kritikpunkt von Klöpper: Einige Anlieger hätten für Terrassen einen erweiterten Bürgersteig beantragt. "Die Erweiterung sollte mobil sein, um sie für zusätzlichen Parkraum in den kalten Wintermonaten leicht abbauen zu können. Die Erweiterungen sind jedoch gepflastert." Blomes Entgegnung: "Die saisonalen Gastrobereiche wurden und werden mittels herausnehmbaren Steckpfosten ausgerüstet. Somit kann die Fläche im Sommer für Außengastronomie genutzt werden." Im Winter werde dieser Bereich mittels Pfosten verkleinert und könne zum Parken genutzt werden.

Quelle: RP
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