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Gerresheim
"Die Gemeinde hat einen neuen Boss"

Gerresheim. Mit einer großen Festmesse wurde gestern in der Basilika St. Margareta Pfarrer Oliver Boss eingeführt. Von Robin Hetzel

Bereits lange bevor die Glocken läuteten, war die Kirche so gut gefüllt, dass nur noch ein paar Plätze ganz hinten übrig blieben, die sich schnell die letzten Nachzügler sicherten. Trotz des Sonnenscheins war die Festmesse in der Basilika St. Margareta, mit der Stadtdechant Ulrich Hennes den neuen Pfarrer Oliver Boss in sein Amt einführte, gestern Nachmittag für viele Gerresheimer ein beliebter Anlaufpunkt.

"Die Gemeinde hat einen neuen Boss. Dazu noch einen sehr erfahrenen", sagte Hennes und begrüßte den neuen Pfarrer mit einem Wortwitz. Ab 2004 arbeitete Boss, der vom Papst zum Monsignore ernannt wurde, zehn Jahre lang als Geheimsekretär des Kölner Erzbischofs Meisner, eine "besondere Stelle", wie Boss betont. Doch für ihn war klar: "Ich wollte nah an den Menschen sein. Das ist mein Ding." Ab 2014 war Boss leitender Pfarrer in einer Kölner Gemeinde, bis im Juni die Stelle in Gerresheim durch den Ruhestand von Vorgänger Karl-Heinz Sülzenfuß frei wurde.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres besuchte Boss an einem Adventssonntag seinen potenziellen neuen Arbeitsplatz und war sofort begeistert. "Der Jugendchor sang gerade sein letztes Lied. Die Kirche war voll, eine wundervolle Atmosphäre, die unter die Haut ging", sagte er. Daher sei ihm die Entscheidung für die Gemeinde St. Margareta nicht schwergefallen.

Aber auch Herausforderungen hat Boss an seinem neuen Arbeitsplatz bereits ausfindig gemacht. "Hier gibt es unheimlich viel Verwaltungsarbeit", sagte Boss. Mit etwa 20.000 Katholiken und sieben Kirchen in sechs Stadtteilen ist die Pfarrgemeinde St. Margareta die größte Düsseldorfs. "Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der einzelnen Kirchengemeinden sind große Herausforderungen", sagte Stadtdechant Hennes.

Oliver Boss ist bereits vor einigen Wochen nach Gerresheim umgezogen. Der Umzug aus Köln sei ihm nicht schwergefallen, erzählte er im Gespräch mit unserer Redaktion. "Ich fühle mich hier sehr gut aufgenommen. Die Menschen sind mir sehr offen begegnet", berichtete der 44-Jährige. Im Anschluss an die Festmesse hatte er bei einem Empfang im Brunnengarten die Möglichkeit, viele Gemeindemitglieder persönlich kennenzulernen..

Quelle: RP
 
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