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Gerresheim
Endlich baustellenfrei

Gerresheim. Nach rund zweieinhalb Jahren sind der Umbau und die Neugestaltung der Benderstraße abgeschlossen. Der Einzelhandelsverein "Die Benderstraße" feiert das am 3. September mit einem Eröffnungsfest. Von Sven-André Dreyer

Noch wird letzter Split in die Fugen der neu verlegten Gehwegplatten eingearbeitet, dann aber ist der Umbau der Benderstraße abgeschlossen. Rund zweieinhalb Jahre haben die Bauarbeiten an der Kanalisation und der umfangreichen Neugestaltung der Oberfläche in Anspruch genommen. Auf dem Plan stand neben einem neuen Straßenbelag aus Flüsterasphalt auch die Verbreiterung der Bürgersteige sowie eine Neugestaltung der Parktaschen und des Radweges mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität auf der Einkaufsstraße zu steigern. Für die ansässigen Geschäftsleute Grund genug, die erfolgreiche Umgestaltung nun gebührend zu feiern.

Zu einem "Street-life-Festival" lädt daher für den 3. September der Verein "Die Benderstraße", dem 43 Einzelhändler der Einkaufsstraße angeschlossen sind. "Ziel soll sein, den Blick der Gerresheimer, aber auch aller übrigen Düsseldorfer auf die neue Flaniermeile Benderstraße zu richten", sagt Vereinsvorsitzende Giovanna Kraheck (32). "Hier gibt es eine vielfältige Mischung aus alteingesessenen Familienbetrieben und innovativem Einzelhandel." So sollen an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr zahlreiche Aktionen vor und in den Geschäften stattfinden. Verkostungen, Ponyreiten und Modenschauen zählen dazu wie Lesungen für Kinder, Schaubacken und kostenlose Hörtests.

"Während Oberbürgermeister Thomas Geisel die Benderstraße um 10.15 Uhr am Apostelplatz einweiht, erwarten wir zudem weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft, die mit uns die Neugestaltung feiern", sagt Uwe Thomas Pracejus (55), stellvertretender Vorsitzender des Einzelhandelsvereins. Und um auch die Flächen der rein wohnbebauten Grundstücke an der immerhin rund einen Kilometer langen Benderstraße bespielen zu können, stellen zudem zahlreiche Gerresheimer Vereine und Institutionen ihre Arbeit an mobilen Informationsständen vor. Dazu zählen neben der Hanna-Zürndorfer-Schule auch der Bürger- und Heimatverein Gerresheim sowie die Bürgerstiftung Gerresheim, der Förderkreis des Gerresheimer Industriepfads und die Evangelische Stiftung Gerresheim. Neben einem Trödelmarkt und einem Gesangs- und Radschlägerwettbewerb sowie musikalischen Beiträgen auf der Showbühne am Gerricusplatz, wird auch die Heinrich-Könn-Straße Teil des großen Straßenfestes sein. "Mit dem Untertitel 'Fest der Kulturen' wollen sich dort in Zusammenarbeit mit der Awo Gerresheim geflohene Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Libanon und Iran ebenfalls am Straßenfest beteiligen", erklärt Markus Middell (52), Vorsitzender des Nachbarschaftsvereins "Kö-Pi". Sie wollen dort süße und pikante Speisen aus ihrer Heimat zubereiten, auf der Show-Bühne Live-Musik spielen und in einem moderierten Vortrag ihre Fluchtgeschichte vorstellen.

Anlässlich des Straßenfestes kann die Benderstraße an diesem Tag auch auf eher unkonventionelle Weise erreicht werden: "Rikschas verbinden die drei Festorte Benderstraße, Gerricusplatz und Heinrich-Könn-Straße miteinander", erläutert Kraheck den ungewöhnlichen Shuttle-Service. Und auch die Rheinbahn bietet im 30-Minuten-Takt Fahrten mit gleich zwei historischen Straßenbahnen vom Hauptbahnhof in Richtung Gerresheim an. Mit dem Ausrichten einer Tombola denkt die vor vier Jahren gegründete Händlervereinigung "Die Benderstraße" bereits anlässlich des Straßenfestes im September perspektivisch: "Mit dem Erlös wollen wir eine Weihnachtsbeleuchtung für die Benderstraße anschaffen", sagt Kraheck. "Denn natürlich soll die neugestaltete Einkaufsstraße auch zur Weihnachtszeit in neuem Licht erstrahlen."

Quelle: RP
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