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Gerresheim
Entschädigungen: Angebot kaum bekannt

Gerresheim. Die Baustellen in Gerresheim beschäftigten erneut die Politiker in der Bezirksvertretung 7. Dabei stellte sich heraus, dass die Einzelhändler besser über Entschädigungsfonds informiert werden müssen. Von Marc Ingel

Baustelle, Verkehr, Stau: Das war auch in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung 7 (zuständig für Gerresheim, Grafenberg, Hubbelrath, Knittkuhl und Ludenberg) einmal mehr die dominierenden Vokabeln. Im Überblick die wichtigsten Entscheidungen und Weichenstellungen:

Verkehrsstaus Auf den ersten Blick könnte man versucht sein, den Antrag der CDU, als Maßnahme zur Beseitigung des Dauerstaus in den Spitzenzeiten auf der Bergischen Landstraße die Ampelphase in Höhe der Rennbahnstraße zu optimieren, als alten Hut zu betrachten. Bezirksvertreter Ingolf Rayermann präzisierte den Vorschlag jedoch: "Die Ampel an der Rennbahnstraße ist noch in dem Modus mit separierten Freikapazitäten für die Benderstraße, als würde in Richtung Norden ständig Verkehr fließen. Dabei herrscht dort wegen der Baustelle eine Einbahnstraßenregelung, so dass die Autos nur in Richtung Rathaus fahren können." Eine Umstellung mache demnach zumindest für die Zeit der Baustelle auf der Benderstraße Sinn und könne für einen besseren Verkehrsfluss sorgen - zumal spätestens auf der Ludenberger Straße auch Busse und Bahnen im Stau stehen, demnach ebenso der ÖPNV betroffen sei, fügte Hanno Bremer hinzu. Der Antrag wurde mit neun zu sieben Stimmen angenommen.

Entschädigungsfonds Die CDU wollte im Vorfeld der Sitzung wie berichtet einen Entschädigungsfonds für Geschäftsleute an Bender- und Heyestraße einrichten. Dieser ist für Händler gedacht, die durch die Baustellen einen nachweisbaren und womöglich gar existenzbedrohenden wirtschaftlichen Schaden erlitten haben. Claudia von Rappard, Leiterin der Bezirksverwaltungsstelle, berichtete, dass es bereits eine Möglichkeit gebe, prüfen zu lassen, ob eine Entschädigung für Ladenbesitzer in Frage kommt. Voraussetzung: Die Betroffenen müssten ihre Bücher offen legen. Ingolf Rayermann erinnerte daran, dass im Fall der Wehrhahn-Linie in Vergangenheit bereits 550.000 Euro an Geschäftsleute ausgezahlt worden sei, die Einzelhändler in Gerresheim von dieser Möglichkeit aber einfach nicht wüssten. Da die Verwaltung zusicherte, die Geschäftsleute zu informieren, zog die CDU ihren Antrag zurück.

Baustellen digital Der Antrag der FDP, für die Großbaustellen auf der Bender- und der Heyestraße ein auch auf Smartphones lesbares Internetangebot mit aktuellen Informationen einzurichten, wurde mehrheitlich angenommen. Baustellenlage, Erreichbarkeiten, Parkplatzsituation und Verkehrsregelungen wie Einbahnstraßen müssten für Anwohner, Kunden, Geschäftsleute und Lieferanten jedoch ständig aktualisiert werden. Das Amt für Kommunikation soll dieses Angebot pflegen, das bei Bedarf um weitere Großprojekte ergänzt werden könne.

Quelle: RP
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