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Gerresheim
Gerresheimer Autor schreibt über Kürten

Gerresheim. Hanno Parmentier hat einen Vortrag über den Serienmörder Peter Kürten gehalten.

Bevor der Gerresheimer Autor Hanno Parmentier einen Vortrag über den Serienmörder Peter Kürten hält, begrüßt Stephan Peters, selbst Autor, vom Kulturkreis Gerresheim, die vielen Gäste im Café Bogart's. "Serienmörder üben eine düstere Faszination auf uns aus und viele kennen berühmte Serienmörder. Peter Kürten, der hier in Düsseldorf mordete, war der zweite Serienkiller in Deutschland", sagt er.

Als Parmentier anfing, sich mit dem Würger von Düsseldorf, mit Peter Kürtens Leben und Taten für sein späteres Buch auseinanderzusetzen, war auch er schnell von diesem brutalen Serientäter fasziniert. "Es packte mich sofort, ich las die erste Akte und wollte weiter lesen, mehr erfahren." Parmentier recherchierte, las Polizei- und Gerichtsakten und besuchte sämtliche Tatorte, unter anderem in Gerresheim. Die Brutalität Kürtens, seine Morde und Mordversuche sowie die Hysterie, die er über Düsseldorfs Grenzen hinaus damit auslöste, machten die Fahndung nach ihm wohl zum meistbeachteten Fall der Kriminalgeschichte zu Zeiten der Weimarer Republik.

Allein 1929 hat Kürten, der als Kind die damalige Volksschule auf der Benderstraße besuchte, schätzungsweise 24 Morde und Mordversuche unternommen. Seine Opfer: hauptsächlich Frauen. Seine Mordwaffe: meistens eine Schere, mit der er auf die Opfer einstach, auch würgte er seine Opfer: "Hinter jedem Einzelfall stecken interessante Geschichten", sagt der Autor.

"Schon 1913 gibt es mehrere Verbrechen und unklare Mordversuche an der Gerresheimer Glashütte", so Parmentier. Gerresheim war ein bedeutender Teil "seines Reviers." Die Tatorte in Düsseldorf hat Hanno Parmentier des Öfteren besucht - zuletzt unter anderem mit einem Filmteam, das einen Kinofilm über Regie-Legende Fritz Lang drehte.

(nab)
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